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Meine ältere Katze

Es ist nur natürlich zu hoffen, dass Ihre Katze ein möglichst langes und gesundes Leben genießen wird. Früher oder später beginnt deshalb jeder Besitzer, über den Alterungsprozess bei seiner Katze nachzudenken. Aber ab welchem Alter gehört meine Katze zum „alten Eisen“ und mit welchen Veränderungen muss ich rechnen?

Verantwortungsvolle Tierhaltung trägt zusammen mit einer gesunden Ernährung ganz wesentlich zur Verbesserung der Lebenserwartung unserer Katzen bei. Wichtig ist aber, dass wir verstehen, wie sich ihre Bedürfnisse im Laufe der Zeit verändern, wie sich z.B. der Nährstoffbedarf von jüngeren oder ausgewachsenen Katzen unterscheidet und wie man diese Ansprüche am besten befriedigen kann.

Was bedeutet Alterung?

Das Altern ist ein physiologischer Prozess, ein Lebensabschnitt mit ganz eigenen Charakteristika, genauso wie die Wachstumsphase und das Erwachsensein. Bei unseren kleinen domestizierten Katzen entwickeln sich die Anzeichen des Alterns sehr langsam, so dass diese Tiere über einen langen Zeitraum ein sichtbar normales Leben führen können.

Bis zum Erwachsenenalter: Eine kurze Wachstumsphase

Katzenwelpen benötigen nur einige wenige Monate, um zu vollständig unabhängigen Lebewesen heranzureifen und alle ihre erwachsenen Fähigkeiten zu erlangen. Diese schnelle Entwicklungsphase ist typisch für die Spezies Katze, und die meisten Katzenwelpen sind bereits mit einem Jahr vollständig ausgewachsen. Eine Ausnahme bilden die größeren Rassen wie die Maine Coon oder die Norwegische Waldkatze, die etwas später ausgewachsen sind, etwa im Alter von 15 Monaten. Für die meisten ausgewachsenen Katzen besteht das Leben dann aus Schlafen, Körper- und Fellpflege, Spielen, Fressen und Jagen, wenn sie als Freigänger Zugang nach draußen haben.
Romy
Expertin für Hundeerziehung und Katzenernährung

Das Altern, ein physiologischer Prozess

+7 Jahre | Die Katze verrät ihr Alter nicht

Katzen sind bekannt dafür, dass sie ihre Eleganz und ihre Grazie über viele Jahre behalten, und dass man ihnen das Fortschreiten der Zeit kaum ansehen kann! Im Alter von etwa 7 Jahren treten jedoch die ersten Anzeichen des Alterns auf zellulärer Ebene auf, das heißt, diese ersten Veränderungen sind zunächst nicht unbedingt äußerlich sichtbar. In dieser Phase verlieren die Körperzellen allmählich ihre Fähigkeit, sich effizient zu erneuern. Dieser Prozess verläuft ganz unterschiedlich und hängt sowohl von den betreffenden Organen des Körpers als auch von der Katze individuell ab.

+12 Jahre | Wenn Dinge sich ändern…

Ab dem 12. Lebensjahr werden die Auswirkungen des Alterns deutlicher sichtbar. Die zunehmende Zellalterung führt zu einer fortschreitenden Abnahme der Leistungsfähigkeit verschiedener Körpersysteme und sensorischer Fähigkeiten. Tiere gleichen Alters werden dadurch jedoch auf unterschiedliche Weise beeinträchtigt. Auch wenn einige dieser Anzeichen dem menschlichen Auge verborgen bleiben, so ist der Alterungsprozess mit 12 Jahren bereits relativ weit fortgeschritten und in diesem Alter dürfen Katzen auch offiziell als „Senioren“ bezeichnet werden.

Die Lebenserwartung von Katzen ist über die vergangenen Jahre beträchtlich gestiegen – Katzen werden heute durchschnittlich 15 Jahre alt – und es ist keineswegs ungewöhnlich, dass sie ein Alter von 20 Jahren erreichen können. Für Sie als Katzenhalter bedeutet dies, dass Sie in den vor Ihnen liegenden Jahren noch viele Momente gemeinsam mit Ihrer Katze genießen werden.

Vergleich zwischen dem Alter der Katze und dem des Menschen

Jede Spezies hat einen genetisch definierten individuell ausgeprägten Ablauf des Alterungsprozesses, ebenso wie auch jeder andere Lebensabschnitt einem bestimmten Muster folgt. Zudem hat innerhalb einer jeden Spezies auch jedes einzelne Tier seine ganz eigenen Charakteristika. Das bloße Alter ist zudem nicht unbedingt ein zuverlässiger Indikator für den körperlichen Zustand und die Fitness eines Tieres. Wie alle anderen Lebewesen erben auch Katzen die Gene ihrer Eltern. Diese vererbte Grundlage ergänzen die Einflüsse ihrer eigenen Geschichte und die Lebensbedingungen.
Helena

Expertin für Hunde- und Katzenernährung

Die Anzeichen des Alterns

Katzen altern bekanntermaßen sehr langsam und ihr tatsächliches Alter spiegelt sich meist nicht in ihrem äußeren Erscheinungsbild wider. Dem aufmerksamen Beobachter können jedoch einige Hinweise auf den beginnenden Alterungsprozess bei seiner Katze auffallen.

Die ersten Auswirkungen des Alterns

+7 Jahre | Die Katze verrät ihr Alter nicht

Erste Veränderungen können erkennbar sein:

  • Aktivität
    Auch wenn Ihre Katze beim Spielen unverändert lebhaft erscheint, verbringen ältere Katzen tendenziell immer weniger Zeit mit körperlicher Aktivität. Der Schlaf-/Wachrhythmus verändert sich: Ältere Katzen schlafen häufiger, aber für kürzere Zeit und sind mitunter etwas weniger aufmerksam.
  • Haut und Fell
    Graue oder weiße Haare sind in diesem Alter wahrscheinlich noch nicht zu sehen – wenn sie allmählich auftreten, sieht man sie vor allem im Bereich um die Nase und besonders bei dunklem Fell. Unter Umständen fallen jedoch erste Veränderungen im allgemeinen Erscheinungsbild des Fells auf – es wird in diesem Alter etwas trockener, struppiger und eventuell weniger glänzend.
  • Das Körpergewicht
    Ausgewachsene Katzen können unter Übergewicht leiden. Die Ursache ist meist ein Ungleichgewicht zwischen aufgenommener Nahrung und verbrauchter Energie. Die Kastration kann in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen. Übergewicht ist schädlich für die Gesundheit der Katze und senkt ihre Lebenserwartung. Katzen benötigen deshalb Nahrungsmittel, die hinsichtlich Zusammensetzung optimal an ihre verschiedenen Lebensabschnitte angepasst sind. Selbst verständlich ist auch die korrekte Portion von entscheidender Bedeutung.
  • Körperkonditionen Ihrer Katze

Um zu überprüfen, ob Ihre Katze Übergewicht hat, wiegen Sie Ihr Tier, tasten Sie die Rippen ab und beurteilen Sie ihre Körperform. Als Anhaltspunkt dient das Schema oben.

Katzen über 7 Jahre brauchen eine noch intensivere Aufmerksamkeit. Damit Ihre Katze das Idealgewicht halten kann, sollten Sie ihr eine Spezialnahrung anbieten, das sowohl ihr Alter, als auch ihre Lebensweise und den körperlichen Zustand berücksichtigt. Der Nährstoff- und Energiegehalt dieser Nahrungsmittel ist dem Bedarf Ihrer Katze genau angepasst – ob sie als Freigänger nach draußen geht oder in der Wohnung lebt, ob sie kastriert ist oder nicht.

+7 Jahre | Die Katze verrät ihr Alter nicht

Ab dem 12. Lebensjahr können Anzeichen des Alterns in unterschiedlicher Deutlichkeit und Ausprägung sichtbar sein. So lassen einige Katzen in diesem Alter gar keine oder nur sehr wenige Altersanzeichen erkennen. Auch Symptome alterstypischer Erkrankungen bleiben häufig über längere Zeit unauffälig. Bei anderen Katzen werden die Anzeichen des Alterns dagegen deutlich erkennbar, und zwar sowohl an ihrem körperlichen Zustand als auch am Verhalten.

  • Körpergewicht
    Während jüngere ausgewachsene Katzen und Katzen ab dem 7. Lebensjahr eine Neigung zu Übergewicht haben können, leiden viele ältere Katzen eher unter einem Gewichtsverlust. Zum Teil liegt das daran, dass die Muskelmasse mit dem Alter abnimmt: Der Körper der älteren Katze nimmt die Nährstoffe
    aus der Nahrung nicht mehr so gut auf bzw. verwertet diese weniger effizient. Auch der Appetit geht im Alter zurück. Eine Ursache hierfür ist die altersbedingte Abnahme des Geruchs- und Geschmackssinns.
  • Aktivität
    Jetzt wird deutlich erkennbar, dass die ältere Katze insgesamt weniger körperlich aktiv ist. Weil unter anderem die Gelenke der Katze im fortgeschrittenen Alter erste Verschleißerscheinungen, möchte sie sich generell nicht mehr so aktiv bewegen, hat weniger Lust zu spielen und kommt nicht mehr so häufig oder nicht mehr so schnell, wenn Sie sie rufen.
  • Haut und Fell
    Um ihr Fell richtig pflegen zu können, muss die Katze sehr beweglich und gelenkig sein. Mit zunehmendem Alter nehmen die Beweglichkeit und Gelenkigkeit der Katze jedoch allmählich ab, und sie kann ihr Fell nicht mehr so intensiv pflegen – dies ist eine der Ursachen der im Alter zu beobachtenden Veränderungen der Fellqualität. Durch eine regelmäßige aktive Fellpflege unterstützen Sie den Erhalt des gesunden Fells Ihrer Katze.
  • Kognitive Einschränkungen
    Kognitive Einschränkungen sind eine Folge der Alterung des Gehirns. Erste erkennbare Anzeichen sind ein vorübergehender Verlust des Orientierungssinnes oder Verhaltensänderungen wie plötzliches Miauen in der Nacht oder Unsauberkeitsprobleme in der Wohnung.
  • Verhalten
    Ältere Katzen brauchen in zunehmendem Maße eine sichere Umgebung. Vielleicht stellen Sie fest, dass Ihre Katze jetzt mehr Aufmerksamkeit und Zuneigung von Ihnen fordert. Oder aber sie sucht – ganz im Gegenteil – sehr viel weniger Kontakt zu Ihnen und ihrer Umwelt und scheint sich ihrer Umgebung gegenüber generell recht desinteressiert zu verhalten.
Jacqueline
Expertin für Hunde- und Katzenernährung unter Berücksichtigung des Stoffwechsels

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