Zoo & Co. Schneider

Das Verhalten und die Sprache

Für ein harmonisches Zusammenleben mit Ihrer Katze sollten Sie die Einteilung ihres Territoriums, ihres Tagesablaufs und ihre wichtigsten Beschäftigungen gut kennen.

Wie verhalten sich Katzen?

Wenn das eigene Revier erst einmal festgelegt, markiert und organisiert ist, wird Ihre Katze die meiste Zeit des Tages schlafen. Und wenn Ihre Katze einmal nicht schläft, wird sie vor allem jagen, spielen, fressen und schmusen wollen.

Wie das Territorium der Katze aufgebaut?

Das eigene Territorium gehört ausschließlich der Katze, wobei die Qualität dieses Lebensraums wichtiger ist als dessen Größe. Auf dem Land kann sich das Territorium einer Katze bis zu einem Hektar Größe ausdehnen, das eines Katers bis zu zehn Hektar. In der Stadt teilen sich zehn Kater durchschnittlich ein Drittel Hektar, vorausgesetzt, die Territorien überschneiden sich nicht. Ihre Katze wird ihr Territorium Ihrer jeweiligen Wohnsituation anpassen. Für die Katze ist es dabei nicht entscheidend, ob es sich dabei um ein geräumiges Haus auf dem Land oder eine kleine Stadtwohnung handelt. Ein 35-m2-Appartment, das dem Bedarf der Katze entsprechend möbliert ist, mit einer Vielzahl an Möglichkeiten zu spielen und zu klettern, wird sie als Lebensraum jeder leeren 200-m2-Wohnung vorziehen. Die Katze gliedert ihr Leben in Ihrer Wohnung in vier Lebensbereiche. Diese Struktur sollten Sie soweit wie möglich respektieren. Viele Verhaltensprobleme werden so von Anfang an vermieden.
Der Platz für die Futteraufnahme sollte ruhig sein und sich in einiger Entfernung zum Katzenklo befinden. Halten Sie auch ausreichend Abstand zu Ihrem eigenen Essplatz. Die Versuchung, Ihren Teller mit dem eigenen Napf „zu verwechseln“, könnte zu groß sein. Betteln und damit verbundene Verdauungsstörungen wären vorprogrammiert.

Was ist die Ruhezone?

Ein erhöhter Platz auf dem Kratzbaum, vom Sonnenlicht bestrahlt oder vom Heizkörper erwärmt (Fensterbank, auf der Heizung), werden von den Katzen als Ruheplatz bevorzugt. An so einem Plätzchen sollten Sie einen kuscheligen Schlafplatz für Ihr Tier einrichten. Der Platz sollte ruhig und ungestört, aber auch nicht zu weit entfernt von Ihnen sein. Ihre Nähe ist für die Katze von größter Wichtigkeit!

Wie groß ist die Spielzone Ihrer Katze?

Der größte Lebensbereich Ihrer Katze. Er muss sich zum Spielen, Herumtollen und Klettern eignen (z. B. Kratzbaum, Regale, Sessel und Schränke). Katzen lieben die Höhe. Wenn in Ihrer Wohnung nicht genügend stabile Plätze in erhöhter Position vorhanden sind, versuchen Sie Ihre Wohnung umzugestalten oder stellen Sie einen Kratzbaum zur Verfügung.
Helena

Expertin für Hunde- und Katzenernährung

Wie lässt sich der Tagesablauf der Katze einteilen? Die Trilogie: Schlaf / Spiel / Jagd

Der Tagesablauf der Katze lässt sich in drei Abschnitte unterteilen.

Welche Arten des Schlafes gibt es?

Ihre Katze kennt zwei Arten von Schlaf, die sich deutlich voneinander unterscheiden:

Tiefschlaf:

Bis zum Alter von acht Wochen schläft eine Katze fast andauernd tief und fest.Im Schlaf werden die für ihr Wachstum erforderlichen Hormone gebildet. Ab etwa zwei Monaten werden diese Phasen kürzer und der Tiefschlaf wechselt sich mit leichtem Schlaf ab.

Leichter Schlaf:

Ab zwei Monaten entwickelt das Katzenjunge mehr und mehr die Verhaltensweisen der erwachsenen Katze. Sie schläft nun über den Tag verteilt etwa 16 Stunden. Als Jäger musste sich die Katze in der Vergangenheit an die Schlaf und Wachzeiten ihrer Beutetiere anpassen. Mäuse und kleine Nager sind in der Dämmerung früh morgens und spät abends am aktivsten. Und so hat sich über die Jahrhunderte auch der Rhythmus der Katze an diese Zeiten angepasst. Die Zeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang verbringt die Katze demnach meistens schlafend. Bei diesem leichten Schlaf schlummert sie nur, ein Ohr registriert weiterhin aufmerksam die Umgebung. Diese erste Schlafphase geht in der Regel in eine Tiefschlafphase über, in der die Katze dann völlig entspannt.

Worauf kommt es beim Spielen mit Ihrer Katze an?

Mit gemeinsamen Spielen beschäftigen Sie Ihre Katze nicht nur sinnvoll, sondern Sie fördern gleichzeitig ihre Fitness und stärken Ihre Beziehung. Die Dauer des Spiels ist stark davon abhängig, wie interessant dieses für die Katze ist. Bauen Sie deshalb am besten mehrere kleine Spieleinheiten in Ihren Tagesablauf ein.

Körperliche Ertüchtigung ist entscheidend für das Gleichgewicht Ihrer Katze, insbesondere bei Wohnungkatzen. Dadurch kann sie ihre Energien kanalisieren, die sie dann nutzt, um ihre Muskeln zu stärken. Mit Vorliebe klettert sie, lauert hoch oben, springt, wetzt ihre Krallen und spielt ausgelassen mit aufgehängten oder beweglichen, rollenden Gegenständen (z. B. Papierkugeln). Eine Katze, die viele Gelegenheiten zum Spielen hat, wird seltener „Dummheiten anstellen“, um sich zu beschäftigen. Spiel und Jagd sind zwei für die Katze eng miteinander verbundene Aktivitäten, da die meisten Spiele auch den Jagdinstinkt stimulieren und das Spielzeug oft als Beute angesehen wird.

Was ist für die Entwicklung des Jagdinstinkt entscheidend?

Für die Entwicklung des Jagdinstinktes ist der Unterricht durch die Katzenmutter entscheidend – ein guter Lehrer hat auch einen guten Schüler. Auch eine Wohnungskatze lebt ihren Jagdinstinkt aus. Machen Sie Ihrer Katze schon sehr früh klar, dass Ihre sich bewegenden Füße oder Hände zwar reizvoll sein mögen, jedoch keine Jagdbeute sind.

Vorsicht – Was sollten Sie beachten?

Ihre Katze kann über Beutetiere, z. B. Mäuse, von Parasiten befallen werden. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt und fragen Sie unbedingt nach einer Behandlung gegen Bandwürmer.
Jacqueline
Expertin für Hunde- und Katzenernährung unter Berücksichtigung des Stoffwechsels

Die Sprache! Wie kommunizieren Katzen?

Das Image von der einsamen Raubkatze spiegelt die Fähigkeit Ihrer Katze, mit ihren Artgenossen oder dem Menschen zu kommunizieren, in keiner Weise wider. Katzen verfügen über außergewöhnliche kommunikative Fähigkeiten und nutzen die unterschiedlichsten Kommunikationsformen, um sich gegenüber dem Menschen oder anderen Tieren verständlich zu machen. Die meisten Formen der Katzenkommunikation sind für den Menschen problemlos, eine aber ganz und gar nicht: das Markieren des Reviers mit Duftmarken.

Ihre Katze versteht besser, was Sie denken und fühlen als das, was Sie sagen.

Wie verständigt sich die Katze mit dem Menschen?

Zwar versteht die Katze, abgesehen von einigen Worten, Ihre Sprache nicht, aber sie achtet aufmerksam auf Ihre Körpersprache und -haltung. Ihre jeweilige Stimmungslage kann sehr gut von Ihrer Katze empfunden und eingeschätzt werden. Auch die Katze selber kommuniziert ständig mit Ihnen durch ihre umfassende und variationsreiche Körpersprache. Beobachten Sie Ihre Katze genau, und Sie werden Schritt für Schritt das Geheimnis ihrer Kommunikation durchdringen! Manchmal sind Ohrenbewegungen der beste Anhaltspunkt dafür, wie es der Katze gerade geht. In Kombination mit der Augenform lassen sich vier gut voneinander abgrenzbare „Gemütszustände“ unterscheiden.
  1. Ohren vorn offen, gerade hochstehend, die Augen blinzeln, Schlitzaugen:
    glückliche Katze
  2. Ohren gerade, nach vorn offen und runde Augen:
    Sie verhält sich neutral.
  3. Ohren nach außen gerichtet, die Augen gespitzt, zusammengekniffen:
    wütende Katze.
  4. Ohren abgeklappt, runde, geweitete Pupillen:
    aggressive Katze.

Was für eine Bedeutung haben die Schnurrhaare?

Sie gehören zum Tastsinn und dienen der Erkundung der Umgebung der Katze sowie der Kommunikation mit ihren Artgenossen. Die Schnurrhaare dürfen deshalb nie abgeschnitten werden! Dank der Schnurrhaare können sich Katzen auch bei Dunkelheit orientieren bzw. stoßen nicht gegen Gegenstände.

Was verrät die Körpersprache Ihrer Katze?

Die Katze kommuniziert ihren Gemütszustand jedoch nicht nur durch ihre Ohren und Augen, sondern auch über ihren gesamten Körper.

Berühren und Streifen: Die Katze reibt ihren Kopf und ihren Schwanz an Ihren Beinen. Mit diesen Gesten integriert Ihre Katze Sie in ihr Revier. Durch Berührung verteilt sie Duftsekrete aus den Drüsen hinter ihren Ohren an Ihrem Bein. So teilt sie ihren Duft, aber auch ihre Umgebung mit Ihnen und drückt ihr Wohlbefinden aus.

„Trippeln“: Das bereitet Katzenjungen ein intensives Vergnügen. Es bringt sein Wohlbefinden zum Ausdruck. Es sind die Überbleibsel des Verhaltens, das es beim zufriedenen Saugen bei seiner Mutter gezeigt hat, wenn es deren Gesäugeleiste mit den Pfoten „getreten“ hat. Es bringt Ihnen damit die Zuneigung entgegen, die es bis dahin für die eigene Mutter empfunden hat.

Wälzen: Ihre Katze erkennt Sie als ranghöher in der Hierarchie an. Das zeigt sie nur, wenn sie sich bei Ihnen sicher fühlt und entspannen kann.

Vorsicht

Im Gegensatz zum Hund ist Schwanzwedeln bei der Katze nie ein Ausdruck der Zufriedenheit, sondern zeugt von Erregung oder Aggressivität.

Was können die einzelnen Laute Ihrer Katze bedeuten?

Schnurren: Es bedeutet in der Regel Unterwerfung und Zufriedenheit, kann aber auch bei starken Schmerzen auftreten. Junggeborene Katzen schnurren ab der ersten Lebenswoche aus verschiedenen Gründen. Wenn Ihre Katze bei Ihnen schnurrt, fühlt sie sich in der Regel wohl und akzeptiert Sie in diesem Moment als Chef.

Knurren und Zischen: Diese Laute dienen der Einschüchterung. Wird die Katze angegriffen, so gehören diese Einschüchterungssignale zu ihrer Verteidigungsstrategie.

Miauen: Das Miauen nutzt die Katze ausschließlich zur Kommunikation mit dem Menschen. Es existiert eine große Bandbreite, wobei jedes Miauen eine andere Bedeutung hat: Betteln oder Forderung, Klage, Furcht, Ablehnung. Je besser Sie Ihre Katze beobachten, desto schneller werden Sie die unterschiedlichen Bedeutungen kennenlernen.

Wie verständigt sich Ihre Katze mit anderen Tieren?

Schon ein Katzenjunges verfügt über subtile und an Variationen reiche Kommunikationsformen, mit denen es sowohl die Gegenwart anderer Tiere ausmacht als auch deren etwaige Aggression erkennt. So kann es leicht entscheiden, ob es zu einer Begegnung kommen soll oder nicht.

Was hat das Markieren des Territoriums mit Katzensprache zu tun?

Das Markieren des Territoriums ist ein völlig natürliches Verhalten aller katzenartigen Tiere, also auch der Hauskatze, und zudem eines ihrer Kommunikationsmittel. Es geschieht durch das Absetzen von Düften, Hormonsekreten oder durch Kratzen.

Das Setzen von Duftmarken: Am gängigsten ist hierbei das Markieren durch Urin und/oder Kot. Vor allem männliche Tiere zeigen dieses Verhalten nach Stress oder starken Emotionen (Transport, Eindringen einer anderen Katze in ihr Revier …). Diese Form der Markierung soll andere verängstigen und in die Flucht schlagen. Der Urin wird dabei horizontal gespritzt und markiert so vertikale Flächen (Bäume, Mauern, aber auch Sofas und anderes, was sich anbietet …).

Das Absondern von Hormonen: Bestimmte Hormone, genannt Pheromone, spielen für das Sexual- und Territorialverhalten der Katze eine besondere Rolle. Sondert sie diese auf einem anderen Tier ab (Hund, Katze), so gestattet sie diesem, das eigene Revier zu teilen. Dieses Zeichen der Akzeptanz äußert die Katze nur bei uneingeschränktem Vertrauen.

Kratzmarken: Mit dieser Form der Markierung hinterlässt Ihre Katze ihre deutlichen Spuren auf Ihren Möbeln, Tapeten oder an Bäumen. Es gibt noch keine eindeutige Erklärung für dieses Verhalten, man geht aber davon aus, dass die Katze auf diesem Wege ihr Territorium markiert. Manchmal kratzen Katzen aber auch nur, um ihre Krallen abzuwetzen. Kratzmarkierungen werden dann zum Problem, wenn die Katze dieses Verhalten aus Furcht oder Angst zeigt und dabei Gegenstände zerstört.

Was macht Ihre Katze beim Zusammentreffen mit anderen Tieren?

Ist ein unerwünschtes Zusammentreffen unvermeidbar, wendet die Katze eine Abschreckungsstrategie an oder sie blufft ganz einfach, indem sie schreit, knurrt, einen Buckel macht oder mit der Pfote schlägt. Es ist wichtig, die Katze nach Balgereien auf Kratz- und Bissspuren hin zu untersuchen, weil sich dort Abszesse bilden können. Die Kastration verbessert das Sozialverhalten der Katze deutlich und erleichtert das Regeln von Nachbarschaftsproblemen, doch sie ist auch mit Risiken verbunden. 75 % aller Katzen in Europa sind kastriert. Dieser Eingriff ist ab dem Alter von sechs Monaten möglich. In jedem Fall sollten Sie sich vor der Entscheidung in Bezug auf eine Kastration gut beraten lassen. Ihr Tierarzt hilft Ihnen gern!
Quellenangabe

ROYAL CANIN Tiernahrung GmbH & Co. KG „Ein Katze kommt ins Haus“

Romy
Expertin für Hundeerziehung und Katzenernährung

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