Zoo & Co. Schneider

Die Erziehung

Die entscheidenden Grundlagen für die Erziehung Ihrer Katze werden in der Zeit zwischen der Geburt und sechs Monaten gelegt. Die meisten Verhaltensmuster werden sogar bis zum Alter von drei Monaten durch die Mutter und durch die Wurfgeschwister festgelegt.
Wenn Sie eine Katze „adoptieren“, sind Ihre Möglichkeiten der Erziehung also von vornherein begrenzt. Trotzdem bleiben Sie in der Verantwortung: Sie haben die Verpflichtung, ein positives Verhalten in der neuen Umgebung zu fördern und, wenn nötig, auch Verhaltensmuster zu korrigieren.

Was können Sie aus dem Verhalten Ihrer Katze alles ableiten?

Ein kleiner Persönlichkeitstest erlaubt Ihnen, sich schnell ein Bild vom Charakter Ihrer neuen Katze zu machen.

Wie können Sie feststellen, dass Ihre sozialisiert wurde?

Kommt sie angelaufen, um Sie zu begrüßen; reibt sie ihr Köpfchen an Ihren Beinen? Das sind Anzeichen dafür, dass sie korrekt sozialisiert wurde.
Versteckt sie sich, wenn Sie kommen, oder versucht sie wegzulaufen? In diesem Fall ist Ihre Katze nicht optimal sozialisiert und es ist unbedingt notwendig, dass Sie versuchen, diese Phase soweit wie möglich nachzuholen. Gestalten Sie die Umgebung Ihrer Katze mit Spielsachen und versuchen Sie behutsam, sie zu animieren, mit Ihnen gemeinsam zu spielen.

Was können Sie mit dem Test einer der Aluminiumkugel erfahren?

Lassen Sie eine Kugel aus Alufolie vor Ihren Neuankömmling rollen. Wenn es lange dauert, bis die Katze reagiert, kann es ein Anhaltspunkt für Angst oder auch für Desinteresse an sich bewegenden Dingen sein.

Wie sieht der Dominanztest aus?

Eine junge Katze, die sich, während sie auf dem Rücken liegt, von Ihnen den Bauch kraulen lässt, akzeptiert Sie als Autorität wie vorher die Katzenmutter. Eine Katze, mit der das Zusammenleben einfach sein wird. Wenn sie sich aber ganz im Gegenteil wehrt oder versucht zu kratzen, wird ihr Charakter sie immer wieder zu unvorhersehbaren Reaktionen verleiten, sei es Schmusen oder Angreifen.

Was können Sie beim Geräuschtest mit Ihrer Katze beobachten?

Klatschen Sie kräftig in die Hände, ohne dass Ihre Katze Sie dabei sieht. Wenn sie ruhig bleibt, dabei aber neugierig ist, ist sie in einer an Umweltreizen reichen Umgebung groß geworden. Zeigt sie sich schüchtern oder verängstigt, ist es Ihre Aufgabe, die Katze zügig mit verschiedenen Alltagsgeräuschen vertraut zu machen.
Helena

Expertin für Hunde- und Katzenernährung

Was ist ein günstiges Umfeld für Ihre Katze?

Günstig ist ein Umfeld für eine Katze dann, wenn die wesentlichen Wohlfühlaspekte im Hinblick auf Katzentoilette, Schlaf- und Fressplatz, Möglichkeiten zum Spielen und Bewegung gegeben sind, sie sich leicht einlebt und schnell mit Menschen und der neuen Umgebung vertraut wird.

Was für eine Rolle spielt die Mutter?

Wächst die Katze an der Seite der Mutter heran, sollte man das Jungtier bis zur Entwöhnung bei ihr lassen. Die Erziehung ist dann umfassend und der Katzenwelpe wird sich leichter in einer neuen Umgebung eingewöhnen. Nehmen Sie kein Kätzchen vor dem Entwöhnen aus dem Wurf! Katzen, die zu früh von Mutter und Geschwistern getrennt werden, sind schwieriger zu erziehen.

Wie erleben Katzen die Aktivitäten im Umfeld?

Katzen, die mit mehreren Bezugspersonen groß geworden sind, sind offener für das Abenteuer Leben, und ihre Neugier ist entsprechend groß. Hinzu kommt, dass die Vertrautheit mit den verschiedenen Alltagsgeräuschen das Einleben im neuen Heim erleichtert.
Jacqueline
Expertin für Hunde- und Katzenernährung unter Berücksichtigung des Stoffwechsels

Was ist ein ungünstiges Umfeld für Ihre Katze?

Wenn Katzen in einem reizarmen Umfeld groß werden (zum Beispiel an isolierten Orten wie Schuppen oder Scheunen), ist es ratsam, sie möglichst bereits mit acht Wochen zu sich zu holen und zu versuchen, sie mit anderen Katzen zusammenkommen zu lassen.

Was müssen Sie bei der Aufzucht ohne Muttertier beachten?

In diesem Fall muss sehr schnell mit der Erziehung begonnen werden, damit das Kätzchen nicht ängstlich wird. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, über ein Partnertier nachzudenken. Es gilt, die Regeln des Zusammenlebens und die für den Umgang mit dem Menschen notwendigen Verhaltensmuster zu üben. Bringen Sie die Katze mit möglichst vielen verschiedenen Einflüssen in Kontakt.

Wie erleben Katzen Aktionen im Umfeld?

Die Jungkatze sollte sozialisiert werden, indem man sie vielfältigen Reizen aussetzt: Berührungen durch verschiedene Personen, Konfrontation mit in Intensität und Klang unterschiedlichen Geräuschen und Kontakt zu anderen Tieren. An diese Reize sollten gerade ängstliche Jungkatzen langsam gewöhnt werden.
Jacqueline
Expertin für Hunde- und Katzenernährung unter Berücksichtigung des Stoffwechsels

Wie ist das Lernverhalten der Katze?

Katzen lernen auf zweierlei Wegen: Zunächst imitieren sie ihre Mutter, dann lernen sie durch Versuch und Irrtum. Hierbei handelt die Katze und erfährt sofort eine Reaktion. Ist diese angenehm, wird sie dieses Verhalten wieder zeigen (positive Verstärkung). Lernen durch Bestrafung funktioniert bei Katzen nur sehr eingeschränkt.

Warum sollte eine Katze das Spielen lernen?

Das Spiel ist eine wesentliche Grundlage der Sozialisierung der Katze. Spielen fördert die Entdeckung der Umwelt und die Ausreifung der körperlichen Fähigkeiten. Spielen ist das beste Mittel gegen Isolation. Aber ein Spielzeug allein bringt noch keinen Erfolg. Nur wenn es sich bewegt, rollt, gleitet und in schwierig zugänglichen Ecken landet, ist es für die Katze interessant. Wie auch beim Jagen ist ein gewisses Erfolgserlebnis im Zusammenhang mit dem Spiel sehr wichtig.

Welche unterschiedlichen Arten des Spiels gibt es?

Thema des Spiels Erlerntes Verhalten
Herumbalgen Angriff und Verteidigung
Kampf Kontrolle der eigenen Bisse; Respekt vor der Hierarchie
Haken schlagen Verteidigung des Territoriums, Provokation
Verfolgungsjagd Verteidigung des Territoriums und Jagd
Sich aufbäumen Verteidigung des Territoriums und Jagd
Boxen Optimierung der visuellen und taktilen Kommunikation, Verbesserung der Reaktionen durch Sicht und Berührung, Einschätzen des eigenen Kratzens
Vogel jagen Jagd
Maus jagen Jagd
Fisch fangen Jagd

 

Wie erlernt Ihre Katze das Jagen?

Katzen sind von Natur aus Jäger. Es gehört zu ihrer Natur, sich anzuschleichen und mit einem gezielten Sprung die Beute zu fangen und zu erlegen. Das Erlernen der Jagd beginnt sehr früh. Schon mit einem Monat kann eine kleine Katze die Haltung eines Jägers einnehmen, aber erst ab sechs Wochen kann sie unterscheiden, was von der Beute, die die Mutter mitgebracht hat, wirklich genießbar ist. Etwa mit zwei Monaten hat sie dann ihre Angst überwunden und den Angriff gelernt. Mit sechs Monaten kann eine Katze auf sich selbst gestellt überleben.

Wie können Sie Ihrer Katze beim Erlernen der Sauberkeit helfen?

Sauberkeit lernt die Katze von der Katzenmutter. Katzen sind in der Regel ab der fünften oder sechsten Woche stubenrein und benutzen sicher das Katzenklo. Im neuen Zuhause angekommen, sollten Sie der Katze sofort das neue Katzenklo zeigen und sie hineinsetzen. Wenn sie noch nicht an eine Katzentoilette gewöhnt ist, sollten Sie ihr helfen, indem Sie mit ihrem Pfötchen ein Loch in die Streu scharren und ihr auch zeigen, wie man es nach dem Geschäft wieder zuscharrt. Vergessen Sie dabei das Loben nicht! Katzen aus Tierheimen, die am ersten Tag ihrer Ankunft im neuen Heim Unsauberkeit zeigen, tun dies zumeist aus Unsicherheit und Protest. Dies vergeht nach einiger Zeit.
Quellenangabe
ROYAL CANIN Tiernahrung GmbH & Co. KG „Ein Katze kommt ins Haus“
Romy
Expertin für Hundeerziehung und Katzenernährung

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