Zoo & Co. Schneider

Nährstoff-Lexikon

Die Wissenschaft der Tierernährung

Die Wissenschaft der Tierernährung setzt sich zum Ziel, die essentiellen Nährstoffe und ihre Wirkungen zu erfassen und deren optimale Dosierung für das Tier zu ermitteln. In diesem Bereich lernt der Mensch konstant dazu.

So werden jedes Jahr neue Tiernahrung und neue Zusammensetzungen entwickelt, die über den grundlegenden Nährstoffbedarf und die Erhaltung der Gesundheit hinaus natürliche Bestandteile integrieren, um so bestimmte Krankheitsrisiken zu reduzieren und den Organismus zu schützen.

In den letzten 30 Jahren hat das Futter, das von den großen Herstellern für Haustiernahrung zubereitet wurde, die Lebensbedingungen unserer Hunde und Katzen in positiver Weise beeinflusst. Man schätzt, dass die Lebenserwartung von Hunden in den letzten fünfzehn Jahren um etwa drei Jahre gestiegen ist.

Heute ist es möglich, die Nahrung auf verschiedene Kriterien wie, der erhöhte Bedarf, Mangelernährung abzustimmen, und gleichzeitig die mit dem Fortschreiten der Wissenschaft entdeckten Besonderheiten bei Rohstoffen und Ingredienzien zu berücksichtigen.

Der Organismus von Hund und Katze ist anders ausgelegt als der des Menschen

Wissenschaftler und Hersteller von Fertignahrung wissen heute, dass Hunde unterschiedliche Nahrung benötigen, je nachdem, ob es sich um junge, erwachsene oder reife Tiere handelt oder ob sie klein, mittel, groß oder sehr groß sind.

Bei Katzen unterscheidet man heute den Nährstoffbedarf nach Alter, Körperform, Lebensstil, Sensibilität und Rasse.

Dieses Wissen wächst täglich und hilft bei der Entwicklung von Nahrung, die vorbeugt, gesund ernährt bzw. bei bestimmten Krankheiten therapeutisch wirkt.

Die Zeiten, als Hunde noch mit Tischresten gefüttert wurden und Katzen Milch tranken (Kuhmilch entspricht keineswegs den Ernährungsbedürfnissen von Katzen!) gehen zu Ende.

Unseren Haustieren drohen aber noch andere Gefahren, und zwar durch Unwissen des Menschen gepaart mit seinen besten Absichten. Die (scheinbare) Nähe zwischen unseren vierbeinigen Begleitern und uns Menschen verleitet viele zu der Ansicht, dass wir schon wissen, wie unsere Tiere „funktionieren“. Dieses anthropomorphe Missverständnis führt gelegentlich dazu zu vergessen, dass Katzen Karnivoren und Hunde Semi-Karnivoren sind. Wir projizieren auf die Tiere unsere eigenen Wünsche und Lebensgewohnheiten, ohne die Unterschiede wahrzunehmen.
Jacqueline

Expertin für Hunde- und Katzenernährung unter Berücksichtigung des Stoffwechsels

Was sind Kohlenhydrate?

Kohlenhydrate gehören mit zu den wichtigsten Energielieferanten für Ihr Haustier. Erfahren Sie alles über die Zusammensetzung und Verwertbarkeit der unterschiedlichen Kohlenhydratgruppen und welche für Hunde oder Katzen am besten verdaulich sein können.
  • Stärke

    Gesundheit / Vorsorge
    Stärke muss ausreichend aufgeschlossen (erhitzt) sein, damit sie von Hunden oder Katzen im Dünndarm verdaut werden kann. Sie wird sonst im Dickdarm bakteriell vergoren und verursacht Durchfall. Eine zu große Menge an Stärke hat, sobald die Kapazitäten der enzymatischen Dünndarmverdauung ausgeschöpft sind, denselben Effekt (z.B. bei nordischen Hunderassen). Stärke soll in Hunde- und Katzennahrung in angemessenen Mengen enthalten sein. Eine Überversorgung mit Stärke oder der Rohverzehr von Stärke kann zu Durchfällen führen.

    Wissenswertes
    Bei der Stärke handelt es sich um Kohlenhydrate, die aus unzähligen Glukosemolekülen zusammengesetzt sind.

    Wirkung im Organismus
    Die Stärke dient allein dazu, dem Tier Energie zuzuführen. Natürliche Quellen Energiedepots (entsprechend dem Körperfett bei Tieren) besonders bei folgenden Pflanzen: Getreidekörner (Reis, Mais, Weizen, Gerste u.a.), Kartoffel oder Maniok.

    Natürliche Quellen
    Energiedepots (entsprechend dem Körperfett bei Tieren) besonders bei folgenden Pflanzen: Getreidekörner (Reis, Mais, Weizen, Gerste u.a.), Kartoffel oder Maniok.

  • Zellulose

    Gesundheit / Vorsorge
    Die jüngsten Fortschritte bei der Erforschung der Zusammensetzung und Funktion von Rohfasern in Nahrungsmitteln machen es möglich, Krankheiten wie Fettsucht, Diabetes,Verstopfung und Durchfall zu vermeiden oder besser zu behandeln. Wichtig dabei ist die Analyse von Qualität und Zusammensetzung des Futters und der Fasern.

    Wissenswertes
    Zellulosemoleküle sind groß und bestehen aus unzähligen Glukoseeinheiten, deren chemische Bindung fester ist als die der Stärke. Im Grunde subsumiert man unter dem Begriff Zellulose in der Nahrung sämtliche faserigen pflanzlichen Substanzen, lösliche wie unlösliche (reine Zellulose, Hemicellulose, Fruchtpektin, Lignin, Oligosaccharide).

    Wirkung im Organismus
    Die Wirkung im Organismus Die Wirkungen von Fasern im Organismus hängen natürlich mit deren besonderen Eigenschaften zusammen. Als unlösliche und unverdauliche Stoffe (reine Zellulose, Lignin) spielen sie im Darm die Rolle von Ballast und haben so eine mechanische Funktion, indem sie ihn zu verstärkter Motorik anregen. Als lösliche Stoffe (Pektin und FOS) können sie eine wichtige Aufgabe für Gesundheit und Reinigung des Verdauungstrakts erfüllen (FOS, MOS).

    Natürliche Quellen
    Fasern sind Stützelemente von Pflanzen, eine Art Skelett, das ihnen ihren Halt gibt. So lässt sich auch die große Vielfalt der Moleküle begreifen, die unter dem Überbegriff „Zellulose“ zusammengefasst werden: wie wenn man beispielsweise einen Baumstamm mit einer Karotte oder einer grünen Bohne vergleicht.

  • Rübentrockenschnitzel

    Bei Rübentrockenschnitzel handelt es sich um ein Nebenerzeugnis aus der Verarbeitung von Zuckerrüben zu Zucker. Es ist reich an diätetischen Fasern zur Verdauungsregulierung, ein Ballaststoff, der die Magen- und Darmmotorik anregt. Rübentrockenschnitzel setzen sich aus fermentierbaren und nicht fermentierbaren Fasern zusammen.

    Fermentierbare (vergärbare) Fasern sind für ein gutes Gleichgewicht des Dickdarm-Ökosystems unentbehrlich. Sie erzeugen große Mengen kurzkettiger Fettsäuren. Diese sind die wichtigsten Energiequellen für die Zellen der Darmschleimhaut.

    Bei einem Hund mit einer starken Fermentationsaktivität, vor allem bei großen Rassen, kann ein zu hoher Anteil fermentierbarer Fasern jedoch zu weichem Stuhl führen. Aufgrund dieser Beobachtung sind Rübentrockenschnitzel mit nur 50 % fermentierbaren Fasern zu bevorzugen. Rübentrockenschnitzel fördern also gleichermaßen die Darmmotorik und verhindern ebenfalls zu starke Gärungsprozesse.

    Für Hunde, die eine hohe Vergärungsaktivität haben, ist es sehr wichtig, schnell abbaubare (FOS) und langsamer abbaubare Fasern (Rübenschnitzel) einzusetzen, um für ein gutes Ökosystem im Darm und Stuhl von guter Qualität zu sorgen.

    Quelle: www.royal-canin.de
  • FOS

    Gesundheit / Vorsorge
    Die Beigabe von FOS zum Futter hilft vorbeugend gegen die Verbreitung pathologischer Bakterien im Darm, die zu infektiösen Durchfällen führen können. Außerdem tragen die FOS dazu bei, die Darmzellen zu ernähren und Atrophien der Zellen im Grimmdarm zu verhindern. Bei Überschuss können die FOS weichen und mäßig geformten Stuhl hervorrufen.

    Wissenswertes
    Die Frukto-Oligosaccharide oder FOS sind besondere Kohlenhydrate und gehören zur Gruppe der vergärbaren Ballaststoffe. Sie werden nicht verdaut, werden jedoch rasch durch die anwesenden Bakterien im Darm vergoren, was zur Freisetzung kurzkettiger bzw. flüchtiger Fettsäuren führt. Diese

    • säuern den Darminhalt an,
    • stellen wertvolle Nährstoffe für die Erhaltung undErneuerung der Darmzellen dar,
    • bilden eine Schutzschicht an den Wänden des Dickdarms.

    Wirkung im Organismus
    Die FOS ermöglichen durch ihre Vergärung eine direkte Ernährung der Zellen des Dickdarms. Sie fördern besonders die Ansiedlung einer spezifischen Flora (Bifidobakterien und Lakto-bazillen), die für ihre positive Wirkung auf die Gesundheit des Verdauungssystems bekannt ist:

    • Wachstumshemmung pathogener Bakterien
    • Verdauungsförderung und Aufnahme von Nährstoffen

    Natürliche Quellen
    Die FOS haben ihr natürliches Vorkommen in Pflanzen wie Rote Beete (nach Verarbeitung des Fruchtfleisches), in Sojabohnen (Schale), Flohsamen
    (faserreiche, quellfähige Samen), und Zichorie (nach der Hydrolyse). Man kann die FOS auch in einer aufbereiteten und damit wirksameren Form verabreichen.

  • Kohlenhydrate

    Gesundheit / Vorsorge
    Auch wenn Glukose, Saccharose, Laktose oder Stärke ausschließlich Energiespender sind, reagiert der Organismus je nach Herkunft bzw. Aufschlussgrad unterschiedlich auf ihre Zufuhr. Außerdem können sie bei überhöhtem Anteil im Futter Durchfall verursachen. Ballaststoffe im Besonderen werden immer besser erforscht und gemäß ihrer Bedeutung für die Verdauung klassifiziert: davon zeugt die erst kürzlich entdeckte wichtige Rolle der Frukto-Oligosaccharide (FOS) und der Mannan-Oligosaccharide (MOS).

    Wissenswertes
    Der Begriff Kohlenhydrate umfasst Moleküle aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff, die bestimmte chemische Eigenschaften gemeinsam haben. Kohlenhydrate sind charakteristisch für das Pflanzenreich, in tierischen Organismen befinden sich nur geringe Mengen (Blut-Glukose, Muskelund Leberglykogen, Laktose).

    Wirkung im Organismus
    Sowohl die Katze als auch der Hund könnten ohne Kohlenhydrate in der Nahrung auskommen, da sie ihre Blut-Glukose aus den mit der Nahrung aufgenommenen Aminosäuren synthetisieren. Dennoch verbessert ihre Verfütterung die Funktionen des Organismus deutlich. Glukose, Saccharose, Laktose, Stärke oder Zellulose sind Kohlenhydrate, haben allerdings verschiedene Aufgaben, von der Energiezufuhr bis zur Reinigung des Verdauungstrakts.

    Natürliche Quellen
    Kohlenhydrate sind in sämtlichen Pflanzen enthalten, vom Rübenzucker bis zu den unverdaulichen Fasern der Baumrinde.

  • MOS

    Gesundheit / Vorsorge
    Die MOS unterstützen das Gleichgewicht der vorhandenen Bakterien im Darm und haben direkten und indirekten Einfluss auf die Gesundheit des Verdauungstrakts. Sie haben somit eine deutlich präventive Funktion gegen Durchfälle und tragen dazu bei, verdauungsbedingten infektiösen Krankheiten vorzubeugen.

    Wissenswertes
    Mannan-Oligosaccharide gehören zur großen Gruppe der Ballaststoffe und sind somit für Tiere unverdauliche Kohlenhydrate. Wie die FOS bekämpfen sie „schlechte/pathogene“ Bakterien, die den Darm bevölkern, allerdings auf eine ganz spezifische Weise. Sie bestehen aus zwei Typen von Zucker: Glukose und Mannose.

    Wirkung im Organismus
    Diese Oligosaccharide beeinflussen den Verdau-ungstrakt auf zweifache Weise positiv:

    • Sie reduzieren das Wachstum von Krankheitserregern, indem sie diese daran hindern, sich in der Darmschleimhaut festzusetzen;
    • Sie erhöhen die Effizienz der körpereigenen Immunabwehr im Organismus und ermöglichen es ihm so, pathogene Keime zu bekämpfen.

    Natürliche Quellen
    Die MOS sind Ballaststoffe aus der Zellwand der Hefe.

  • Zucker

    Gesundheit / Vorsorge
    Zucker hat bei fleischfressenden Haustieren weder präventive noch heilende Wirkung. Bei Überschuss im Futter kann Zucker Durchfall verursachen, langfristig auch Fettsucht oder Diabetes.

    Wissenswertes
    Spricht man im Alltag von „Zucker“, bezieht man sich auf die Süßkraft und benennt damit den Geschmack von Kohlenhydraten wie Saccharose oder
    Fruchtzucker. Wenn er nicht näher bestimmt wird, bezeichnet der Begriff die Saccharose (Rübenund Rohrzucker), es kann aber auch die Glukose
    (Traubenzucker) gemeint sein, die Fruktose (Fruchtzucker) oder die Laktose (Milchzucker).

    Wirkung im Organismus
    Auch wenn die Laktose für noch nicht entwöhnte Welpen und Kätzchen eine rasche Energiequelle darstellt, braucht sie, um verarbeitet zu werden, ein Verdauungsenzym, die Laktase, die verschwindet, sobald das Tier keine Milch mehr zu sich nimmt. Die Tiere haben dann keine Verdauungskapazität (Laktasesuppression) mehr für Milchzucker und bilden eigenständig ihren Blutzucker aus Proteinen. Hunde und Katzen haben keinen Nährstoffbedarf an Zucker.

    Natürliche Quellen
    Zucker sind einfache Formen der pflanzlichen Energiereserven für die meisten Pflanzenarten (Frucht-, Beerenpflanzen, Wurzeln und Knollen).
    Die einzige tierische Zuckerquelle, ist die Laktose (Milchzucker).

Was sind Proteine?

Kohlenhydrate gehören mit zu den wichtigsten Energielieferanten für Ihr Haustier. Erfahren Sie alles über die Zusammensetzung und Verwertbarkeit der unterschiedlichen Kohlenhydratgruppen und welche für Hunde oder Katzen am besten verdaulich sein können.

  • Aminosäuren

    Gesundheit / Vorsorge
    Manche Eiweißstoffe/Proteine sind so komplex und chemisch so stabil, dass sie durch den Verdauungsprozess nicht aufgelöst und somit vom Darm keine freiwerdenden Aminosäuren aufgenommen werden können. Dem Tier bieten sie also keine Energie- oder Nährstoffzufuhr (etwa Federn oder Haare).

    Wissenswertes
    Aminosäuren sind die Grundbausteine für Proteine und deren Derivate. Die Proteine umfassen insgesamt etwa 20 Aminosäuren, von denen nur 8 bis 10, je nach Tierart, unbedingt in der Nahrung enthalten sein müssen. Die anderen können vom Organismus durch biochemische Synthese gebildet
    werden.

    Wirkung im Organismus
    Aminosäuren, die aus dem Nahrungseiweiß stammen, sind wesentliche Bauteile für alle synthetisierten Proteine, die der Organismus für seine
    Vitalfunktionen und physiologischen Prozesse benötigt.

    Natürliche Quellen
    Jedes Nahrungseiweiß, ob tierischer oder pflanzlicher Herkunft, wird aus einer Reihe von Aminosäuren gebildet, die miteinander chemisch verwandt sind.

  • Esentielle Aminosäuren

    Gesundheit / Vorsorge
    Das Fehlen einer einzigen dieser essentiellen Aminosäuren im Futter stoppt nicht die Synthese der für den Körper lebensnotwendigen Proteine, es kommt aber zu Imbalancen bei den gebildeten Proteinen. Diese „Schieflage“ bei der Proteinsynthese wirkt sich negativ auf die Vitalfunktionen aus und kann sogar die Gesundheit gefährden.

    Wissenswertes
    Bestimmte Aminosäuren, es sind acht, können vom Organismus nicht gebildet werden. Sie müssen daher unbedingt, und zwar in ausreichender
    und ausgewogener Menge, im Futter enthalten sein.

    Wirkung im Organismus
    Essentielle Aminosäuren tragen ihren Namen zu Recht, da der Organismus ohne sie zu keiner normalen Proteinsynthese fähig ist.

    Natürliche Quellen
    Biologisch hochwertiges Nahrungseiweiß soll gut verdaulich und auch reich an essentiellen Aminosäuren sein: z.B. Casein, Eiweiß aus Eiern, Fleisch und Fisch, Sojaisolat.

  • Carnitin

    Gesundheit / Vorsorge
    Zellphysiologisch erleichtert das Carnitin die Verwendung von Fett als Brennstoff für die Zelle. Daher ist es äußerst nützlich und effizient bei physischer Ausdauerleistung. Zudem kann bei manchen Rassen (Boxer, Pinscher, Dobermann, Cocker Spaniel u.a.) eine Herzerkrankung mit einem Defizit an Carnitin im Organismus zusammenhängen. Das Abmagern bei Fettleibigkeit, das zu einer Freisetzung von Fett aus den adipösen Zellen ins Blut führt, wird über eine Futterergänzung mit Carnitin „neutralisiert“. Dies führt zu einer Entlastung der Leber dieser angefluteten Fette.

    Wissenswertes
    Carnitin ist eine nicht essentielle Aminosäure, die normalerweise vom Organismus mit Hilfe zweier essentieller Aminosäuren gebildet wird: Lysin und Methionin. Carnitin muss im Futter nur dann enthalten sein, wenn eine Krankheit die physiologische Synthese des Organismus daran hindert, genügend Carnitin bereitzustellen um den Bedarf zu decken. Wie bei allen anderen Aminosäuren gibt es zwei Molekülformen, die D- und die L-Form, und nur das L-Carnitin ist aktiv und daher wirksam.

    Wirkung im Organismus
    Der Organismus verfügt über verschiedene Wege, um die Energie zu produzieren, die von den Zellen gebraucht wird. Der dominierende Stoffwechselprozess bei Hund und Katze ist die Oxydation (Sauerstoff führt zur Verbrennung) von Fetten (sie fungieren als Brennstoff ) in den Mitochondrien (kleine Zellorganellen, die Energie in den Zellen bereitstellen). Auf dieser Ebene greift das Carnitin ein, indem es den Transport von Fettsäuren durch die Membran ermöglicht, die jedes Mitochondrium umschließt.

    Natürliche Quellen
    Neben der Bildung durch den Organismus selbst, in der Leber, ist auch eine Versorgung über die Nahrung möglich. Fleisch ist reich an Carnitin, besonders Schaf- und Lammfleisch, während Pflanzen nur geringe Mengen enthalten.

  • Casein

    Gesundheit / Vorsorge
    Das Casein ermöglicht die Versorgung des Organismus mit Aminosäuren, die für Wachstum, gesundes Fell, Muskeltonus, Immunabwehr usw. notwendig sind. In größeren Mengen ist es besonders effizient bei empfindlichen Tieren oder bei solchen, die eine besonders angepasste Ernährung brauchen: Welpen oder Kätzchen vor und nach dem Absetzen bzw. Tiere, die eine empfindliche Verdauung haben oder auch rekonvaleszent sind. Durch seine Zusammensetzung wirkt Casein z.B. positiv bei der Synthese von Knochen- und Zahnsubstanz.

    Wissenswertes
    Casein ist Milcheiweiß. Es wird durch Milchgerinnung isoliert, und kann so als eine der Hauptkomponenten der Milch abgesondert werden. Casein in der Nahrung ist eine der besten Quellen für essentielle Aminosäuren

    Wirkung im Organismus
    Casein wird von Tieren außergewöhnlich gut verdaut (Absorption über 99%), was eine entsprechende Menge an essentiellen Aminosäuren freisetzt, die der Organismus braucht. Dies verleiht dem Casein einen hohen biologischen Wert und macht es zu einem für die Ernährung erstklassigen Protein.

    Natürliche Quellen
    Casein wird vorrangig aus Kuhmilch gewonnen.

  • Kollagen

    Gesundheit / Vorsorge
    Gekochtes Kollagen ist ein nicht unbedeutender Proteinspender, es muss aber mit anderen Proteinquellen im Futter (weißes oder rotes Fleisch, Fisch) kombiniert werden, um dem Organismus alle essentiellen Aminosäuren zu liefern, die er braucht. Sein hoher Anteil an Hydroxyprolin (eine vom Körper synthetisierte Aminosäure) kann in manchen Fällen nützlich sein, z.B. werden die Ballen der Hundepfoten dicker und somit kräftiger.

    Wissenswertes
    Das Kollagen ist ein Protein und Hauptbestandteil des tierischen Bindegewebes: Sehnen, Aponeurosen, Gelenkkapseln, Knorpel, Knochengewebe usw. In der Rohform ist es sehr schlecht verdaulich und verursacht Durchfall, es wandelt sich aber durch Garen zu einer gut verdaulichen Proteinquelle.

    Wirkung im Organismus
    Kollagen ist einen Protein, das nicht alle essentiellen Aminosäuren enthält, um den Bedarf von Hunden und Katzen zu decken: es enthält zu wenig Lysin und Tryptophan. Somit handelt es sich um ein „unvollständiges Protein“, das in der Nahrung mit anderen Proteinquellen kombiniert werden muss, damit die Ration ausgeglichen ist.

    Natürliche Quellen
    Gekochte Fleischsorten stellen eine Ressource für Kollagen dar, während Fisch sehr wenig enthält (sie brauchen kein Stützgewebe, um im Wasser leben zu können).

  • Proteine

    Gesundheit / Vorsorge
    Der Hund und die Katze, beide Fleischfresser, haben einen großen Bedarf an hochwertigen Proteinen. Phasen von Aufbau oder Erneuerung wie: Wachstum, Trächtigkeit, Stillperiode, physische Anstrengung fordern ein besonders hohes Angebot bekömmlicher Proteine. Bei Hunden ist auch die Körpergröße ein Faktor, der die Höhe der Zufuhr beeinflusst.

    Wissenswertes
    Proteine sind Kettenmoleküle und bestehen aus Aminosäuren, die durch chemische Bindung aneinander geknüpft und in einer präzisen Reihenfolge kombiniert sind. Dadurch erhält jedes Protein seine Eigenart und besondere Wirkung. Proteine können tierischer oder pflanzlicher Herkunft sein, oder mit Kohlenhydraten bzw. Fetten (Heteroprotein) verbunden vorkommen.

    Wirkung im Organismus
    Die Aminosäuren, die aus dem Abbauprozess von Nahrungsprotein im Verdauungstrakt hervorgehen, werden aufgenommen und dienen danach der körpereigenen Biosynthese der Proteine, die für Aufbau und Erneuerung von Organen oder Strukturen notwendig sind, ebenso für den Transport bestimmter Moleküle (Transportprotein), für den Informationsaustausch zwischen Organen (Hormone), für den Kampf gegen Krankheiten (Antikörper) usw.

    Natürliche Quellen
    Die Nahrungsmittel mit den meisten Proteinen sind tierischer (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte) oder pflanzlicher Herkunft (Bohnen, Linsen, Erbsen, Sojabohnen,

  • Taurin

    Gesundheit / Vorsorge
    Taurin findet Verwendung bei Vorbeuge und Behandlung von schweren Herzerkrankungen, den dilatativen Kardiomyopathien. Deshalb ist diese Aminosäure für die Katze, wo dilatative Kardiomyopathien häufiger vorkommen, essentiell. Bei Hunderassen tritt diese Krankheit seltener auf. Seine Schutzwirkung gegen freie Radikale macht aus dem Taurin ein wertvolles Antioxidans im Kampf gegen den Alterungsprozess.

    Wissenswertes
    Taurin wurde 1826 in der Galle vom Rind (lat. taurus) entdeckt, daher der Name Taurin. Es ist eine Aminosäure, die Schwefel enthält. Man findet es in den meisten tierischen Geweben, besonders konzentriert in der Muskulatur.

    Wirkung im Organismus
    Taurin ermöglicht die Bildung von Gallensalzen durch die Leber. Es beeinflusst aber auch den Kalziumaustausch zwischen dem Inneren und dem Äußeren der Zellwand. Dies ist ein Faktor für die Unterstützung der Herzfunktionen. Taurin hat auch eine wichtige oxidationshemmende Aufgabe in der Zelle.

    Natürliche Quellen
    Alle Arten von Fleisch sind hervorragende Quellen von Taurin.

  • Tyrosin

    Gesundheit / Vorsorge
    Tyrosin, in seiner chemischen „L“- Form im Organismus aktiv, fördert die Funktion wichtiger Organe wie Schilddrüse oder Nebenniere. Vor allem aber, und dies ist eine Entdeckung aus jüngerer Zeit, kann es als Beigabe in der Nahrung fleischfressender Haustiere das Syndrom der „roten Haare“, auch Pityriasis rubra pilaris, verhindern.

    Wissenswertes
    Tyrosin ist eine sog. natürlich aromatisierte Aminosäure (da es einen Ring mit sechs Kohlenstoffatomen in seiner Struktur hat) und ist für den Organismus nicht essentiell. Tyrosin kann im Körper aus einer anderen Aminosäure synthetisiert werden, dem Phenylalanin, das in der Nahrung unbedingt vorhanden sein muss. Beim Menschen kennt man eine genetische Krankheit, bei der das Enzym fehlt, das für diese Umwandlung nötig ist. Dies führt zu einem Tyrosinmangel und in der Folge zu schweren geistigen und neurologischen Störungen, begleitet von einer Depigmentierung der gesamten Körperbehaarung.

    Wirkung im Organismus
    Tyrosin, in seiner chemischen „L“- Form hat wichtige Funktionen im Organismus durch die aus ihm abgeleiteten Hormonverbindungen: Schilddrüsenhormone die Jod enthalten, Stress-Mediatoren wie das Adrenalin, Fellpigmente (auch Haarpigmente bei Menschen) aus dem Melanin. Der Anteil des Tyrosin an der Gesamtheit der Eiweißbestandteile im Organismus beträgt 3%.

    Natürliche Quellen
    Milch und Milchprodukte sind hervorragende Quellen von Tyrosin. Unter den pflanzlichen Quellen enthält nur Reis, im Gegensatz zu allen anderen Gemüsearten, eine nicht geringe Menge dieser Aminosäure.

Was sind Fette?

  • Fettsäuren

    Gesundheit / Vorsorge
    Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Nahrung verändern sich unter dem Einfluss von Luft und Hitze und werden ranzig, was zur gefährlichen Bildung von komplexen Verbindungen (Hydroperoxyde) führen kann. Deshalb sollten der Nahrung Antioxidantien zugefügt sein. Die kurzen gesättigten Fettsäuren (6 bis 10 Kohlenstoffatome) sind besonders wertvoll für eine rasche Energiezufuhr bei Sporthunden wie auch für Tiere mit Diabetes.

    Wissenswertes
    Fettsäuren sind die Bausteine der Lipide. Sie unterscheiden sich durch die Zahl der Kohlenstoffatome, die sie enthalten (man differenziert kurz-, mittel- und langkettige Fettsäuren). Sie sind entweder gesättigt (keine doppelte chemische Bindung zwischen zwei Kohlenstoffen) oder ungesättigt (eine bis sechs doppelte Bindungen). Letztere sind fragiler, werden rasch ranzig, einige von ihnen sind essentiell für die Vitalfunktionen.

    Wirkung im Organismus
    Die Fettsäuren dienen überwiegend der Energieversorgung. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren erfüllen strukturelle Aufgaben (in den Membranen oder Lipoproteinen des Blutes). Unter ihnen befinden sich die chemischen Gruppen „Omega-3-Fettsäuren“ und „Omega-6-Fettsäuren“, die essentielle Funktionen haben und vom Organismus nicht selber gebildet werden können.

    Natürliche Quellen
    Alle Fette.

  • Omega - 3 - Fettsäuren

    Gesundheit / Vorsorge
    Durch ihre biologische Funktion eignen sich die Omega-3-Fettsäuren besonders für die Ernährung von Sporthunden, von alternden Hunden und Katzen sowie von Tieren, die unter chronischen Entzündungen leiden (Arthrose, chronische Niereninsuffizienz, entzündlicher Durchfall, Hautkrankheiten).

    Wissenswertes
    Die Fettsäuren der Gruppe „Omega 3“ sind für den Stoffwechselprozess unverzichtbar und können vom Organismus nicht selbst gebildet werden. Diese Gruppe leitet sich von einer Fettsäure mit 18 Kohlenstoffatomen und drei chemischen Doppelbindungen ab, der Linolensäure. Von dieser leiten sich zwei weitere und längere Fettsäuren ab, die ebenso wichtig sind, die EPA (Eicosapentaensäure) und die DHA (Decosahexaensäure).

    Wirkung im Organismus
    Die Aufgaben der Omega 3-Fettsäuren sind vielfältig:

    • entzündungshemmende Wirkung, indem sie die Bildung chemischer Transmitter von Entzündungen verhindern
    • Verbesserung sportlicher Leistungen und der Sauerstoffversorgung im Gehirn (bei älteren Tieren)
    • Verbesserung der Trainingsleistung bei Jungtieren

    Natürliche Quellen
    Die Omega 3-Fettsäuren befinden sich hauptsächlich in Meerestieren (Fischöl), sie sind in geringen Mengen auch im Sojaöl enthalten.

  • Omega - 6- Fettsäuren

    Gesundheit / Vorsorge
    Die direkte Versorgung des Organismus von Hund und Katze mit Gamma-Linolensäure (GLA, Omega-6-Fettsäure, Borretsch-Öl) ist bei betagten Tieren und bei Katzen essentiell, außerdem bei Leber- und Schilddrüsenerkrankungen sowie bei Diabetes, da diese Krankheiten den Stoffwechsel dieser Fettsäuren stören.

    Wissenswertes
    Die Fettsäuren der Gruppe „Omega 6“ sind für den Stoffwechsel essentiell und können vom Organismus nicht selbst gebildet werden. Diese Gruppe leitet sich von einer Fettsäure mit 18 Kohlenstoffatomen und zwei chemischen Doppelbindungen ab, der Linolensäure. Von der Linolensäure leiten sich zwei weitere und längere essentielle Fettsäuren ab, die GLA (Gamma-Linolensäure) und die Arachidonsäure.

    Wirkung im Organismus
    Die Omega-6-Fettsäuren sind notwendig für die Bildung von Prostaglandin, einem Molekül mit hormoneller Wirkung, das für die Gesundheit der Haut, die Qualität des Fells, aber auch für die Fortpflanzung der Tiere von Bedeutung ist.

    Natürliche Quellen
    Die Fettsäuren der Gruppe Omega 6 sind hauptsächlich in Pflanzen (Öle) enthalten. Das Öl einer kleinen fliederfarbenen Blume, Borretsch oder auch Gurkenkraut genannt (sehr reich an GLA) eignet sich hervorragend für ältere Tiere, besonders für Katzen, denen es an einem bestimmten Enzym mangelt, welches Linolensäure in GLA umwandelt.

  • Lipide

    Gesundheit / Vorsorge
    Auch wenn ein Überschuss an Lipiden beim Tier zu Adipositas/Fettsucht führt, kann es ohne sie nicht leben, weil sie dem Tier Energie und essentielle Fettsäuren zuführen.

    Wissenswertes
    Die Lipide bilden eine Familie organischer Verbindungen, deren wichtigste die Fettsäuren und das Glycerin sind, sie werden unter dem Namen Triglyceride zusammengefasst. Man unterscheidet einfache Fette (Triglyceride, Wachs) und komplexe (sie enthalten viele andere Elemente).

    Wirkung im Organismus
    Fette sind die bedeutendsten Energielieferanten für den Organismus von Hund und Katze, der sie mit Hilfe von Sauerstoff verbrennt, um die benötigte Energie bereitzustellen. So liefert 1g Fett 9 kcal, das ist das 2,5-fache der Energie von 1g Kohlenhydraten oder Eiweiß. Allerdings spielen bestimmte Fettsäuren (essentielle) eine Rolle beim Zellwandaufbau bzw. sind unverzichtbare Vorläufer mancher Hormone.

    Natürliche Quellen
    Nahrungsfett findet sich in allen Nahrungsmitteln mit viel tierischem Fett (Butter, Talg, Schweinefett, Eier, Fischöl) und Pflanzenfett (Öl, ölhaltiges Fett).

Welche Mineralstoffe gibt es?

  • Kalzium (Ca)

    Gesundheit / Vorsorge
    Die Zufuhr von Kalzium ist für eine Vielzahl von physiologischen Prozessen unabdingbar. Wachstums- und Laktationsperiode erfordern z.B. sehr viel Kalzium. Die Versorgung von Kalzium muss darüber hinaus genau mit dem Phosphorangebot abgestimmt sein.

    Wissenswertes
    Kalzium ist ein wichtiger Mineralstoff, ein Erdalkalimetall, das in der Ernährung als mineralisches Mengenelement bezeichnet wird.

    Wirkung im Organismus
    Kalzium hat zwei wesentliche Aufgaben im Körper. Es ist eines der Hauptbestandteile des Skeletts und verleiht ihm – zusammen mit Phosphor – seine Festigkeit. Außerdem ist es ein Element, das den Informationsfluss zwischen den Zellen sowie die Übertragung in den Nervenleitungen ermöglicht.

    Natürliche Quellen
    Kalzium findet man in Form von Mineralsalzen in den Knochen der Säugetiere, ebenso in Kalziumcarbonat (Kreide) oder in Kalziumphosphat.

  • Chelate

    Gesundheit / Vorsorge

    Die Versorgung des Organismus mit Spurenelementen über Chelate führt zu einer deutlich höheren Verfügbarkeit der Spurenelemente. Chelatisierte Mineralien werden von ihrem Zielorgan besser fixiert und sind daher effizienter.

    Verbesserte Aufnahme von Spurenelementen in der Absorption und im Stoffwechsel

    Wissenswertes
    Das Chelat ist ein natürliches organisches Molekül. Es dient in der Nahrung als Träger, um mineralische Spurenelemente zu fixieren und dadurch deren Verfügbarkeit wesentlich zu verbessern. Je nach transportiertem Spurenelement kann dieses Molekül aus Kohlenhydraten oder Eiweiß bestehen.

    Wirkung im Organismus
    Das Ziel dieser Art von Zufuhr an Spurenelementen liegt darin, die Absorption dieser Spurenelemente, die normalerweise bei weniger als 30% liegt zu verbessern.

    Natürliche Quellen
    Um Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Jod oder Selen zu chelatisieren, verwendet man gereinigte Zucker oder Aminosäuren natürlicher Herkunft.

  • Kobalt (Co)

    Gesundheit / Vorsorge
    Die Zufuhr von Kobalt ist in der Regel ausreichend.

    Wissenswertes
    Kobalt ist ein Spurenelement, dennoch ist es für den Organismus lebensnotwendig.

    Wirkung im Organismus
    Dieses Spurelement ist ein Bestandteil des Vitamin B12, es wirkt blutbildend und unterstützt die Bildung von Hämoglobin.

    Natürliche Quellen
    Innereien und Muscheln sowie Mineralsalze sind reich an Kobalt.

  • Kupfer (Cu)

    Gesundheit / Vorsorge
    Dieses Spurenelement hat blutbildende Wirkung und ist Bestandteil von Vitamin B12. Es liegt verstärkt in der Leber vor und kann sich bei zu hohem Angebot bei einigen wenigen Hunderassen toxisch auswirken. Kupfer hat Einfluss auf die Pigmentierung des Fells.

    Wissenswertes
    Kupfer ist ein Spurenelement, dennoch ist es für den Organismus lebensnotwendig.

    Wirkung im Organismus
    Kupfer steht im Organismus in engem Verhältnis zum Eisen, es erleichtert dessen Aufnahme im Darm und die Einbindung ins Hämoglobin. Es ist auch aktiver Bestandteil zahlreicher Enzyme, besonders derjenigen, die die Zelloxydation fördern.

    Natürliche Quellen
    Kupfer findet man vorwiegend in Fleisch und Knochen sowie in einigen Mineralsalzen.

  • Eisen (Fe)

    Gesundheit / Vorsorge
    Aufgrund seiner Funktionen ist Eisen ein essentieller Wirkstoff für Prävention und Behandlung von Anämien.

    Wissenswertes
    Eisen ist ein Spurenelement, dennoch ist es für den Organismus lebensnotwendig.

    Wirkung im Organismus
    Eisen ist ein aktiver Bestandteil des Hämoglobins, ein Protein, das für den Transport von Sauerstoff in die roten Blutkörperchen zuständig ist, genau wie das Myoglobin, das dieselbe Funktion in den Muskeln erfüllt. Eisen hat als Coenzym bei zahlreichen Enzymkomplexen eine herausragende Funktionen (z.B. Zellatmung).

    Natürliche Quellen
    Fleisch, aber auch grünes Gemüse und vor allem bestimmte Mineralsalze sind die wichtigsten Quellen, die das Tier mit Eisen versorgen.

  • Jod (I)

    Gesundheit / Vorsorge
    Ohne Jod in der Nahrung kommt es zur Schilddrüsenunterfunktion, was schwere Stoffwechselstörungen verursachet und z.B. zum so genannten Kropf führt.

    Wissenswertes
    Jod ist ein Spurenelement, dennoch ist es für den Organismus lebensnotwendig.

    Wirkung im Organismus
    Dieses Spurenelement ist wichtig für die Zusammensetzung der Schilddrüsenhormone.

    Natürliche Quellen
    Jod findet sich vorwiegend im Meersalz und in Fischen.

  • Magnesium (Mg)

    Gesundheit / Vorsorge
    Magnesium ist für eine Vielzahl von Enzymsystemen im Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel unabdingbar. Um der Urolithiasis (Harnsteine/Struvit) bei der Katze vorzubeugen, wo das Magnesium zusammen mit anderen Elementen auskristallisiert, gibt es Indikationen, die Magnesiumversorgung einzuschränken

    Wissenswertes
    Magnesium ist ein Mengenelement (mineralisches Element).

    Wirkung im Organismus
    Magnesium ist zusammen mit Kalzium und Phosphor einer der Bestandteile des Skeletts und trägt in geringem Maß zu seiner Festigkeit bei. Außerdem ist es wichtig für das Funktionieren des Nervensystems und beteiligt sich an der allgemeinen Energieversorgung im Organismus.

    Natürliche Quellen
    Magnesium findet man in den Knochen von Säugetieren sowie in Mineralsalzen wie z.B. Magnesiumoxid.

  • Mangan (Mn)

    Gesundheit / Vorsorge
    Mangan liefert einen Beitrag zur Funktion der Knochen und Knorpel und ist daher besonders im Wachstum wichtig, ebenso bei älteren Tieren oder bei Arthrosen.

    Wissenswertes
    Mangan ist ein Spurenelement, dennoch ist es für den Organismus lebensnotwendig.

    Wirkung im Organismus
    Mangan ist ein Spurenelement, das aktiv an den Funktionen der Mitochondrien teilnimmt (Energiezentrum der Zelle) und spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung der Knochen- und Gelenksknorpel.

    Natürliche Quellen
    Im Allgemeinen sind die verschiedenen Fleischsorten eine mittelmäßige Quelle von Mangan, während Getreide, Samen, Früchte und natürlich die Mineralsalze interessante Quellen darstellen.

  • Phosphor (P)

    Gesundheit / Vorsorge
    Phosphor zusammen mit einer genau ausgewogenen Kalziumzufuhr ist für ein harmonisches Wachstum und eine gesunde Funktion des Organismus verantwortlich. Bei älteren Tieren ist es notwendig, die Zufuhr von Phosphor zu reduzieren, um einer verringerten Nierenfunktion (Phosphorausscheidung über die Niere) zu begegnen.

    Wissenswertes
    Phosphor ist ein Mengenelement.

    Wirkung im Organismus
    Phosphor hat verschiedenste Aufgaben, er verleiht zusammen mit Kalzium dem Skelett seine Festigkeit, er ist ein Baustein der Zellmembranen und über das ATP (Adenosintriphosphat) wichtig für die Energiegewinnung.

    Natürliche Quellen
    Phosphor findet man in den Knochen von Säugetieren sowie in Mineralsalzen wie etwa Phosphaten.

  • Kalium (K)

    Gesundheit / Vorsorge
    Die Versorgung mit Kalium stellt in der Regel kein Problem dar. Lediglich bei Diarrhoe (Durchfall), einer Krankheit, in deren Verlauf viel Kalium ausgeschieden wird, kann es zu Mangelsituationen kommen. Manche Herz- oder Nierenerkrankungen erfordern eine angepasste Kaliumversorgung über die Nahrung.

    Wissenswertes
    Kalium ist ein Mengenelement.

    Wirkung im Organismus
    Dieser Mineralstoff ist für die Zellfunktionen notwendig, da er, zusammen mit Natrium, den Druckausgleich zwischen dem Zellinneren und der Zellumgebung sichert und wichtige Aufgaben im Energiestoffwechsel hat.

    Natürliche Quellen
    In Mineralsalzen weit verbreitet.

  • Selen (Se)

    Gesundheit / Vorsorge
    Wie alle anderen Antioxidantien spielt Selen eine ergänzende Rolle im Kampf gegen alle oxidativen Prozesse: Alterungsprozess, große physische Belastung, Umweltverschmutzung, Krebs, Entzündungen.

    Wissenswertes
    Selen ist ein Spurenelement, dennoch ist es für den Organismus lebensnotwendig.

    Wirkung im Organismus
    Dieses Spurenelement ist ein Antioxidans, das im Zusammenwirken mit Vitamin E die Zellmembranen schützt.

    Natürliche Quellen
    Man findet Selen in Mineralsalzen, in geringen Mengen auch im Fleisch.

  • Natrium (Na)

    Gesundheit / Vorsorge
    Die Natriumversorgung ist unproblematisch, selbst bei großer physischer Belastung, da Hunde nicht schwitzen und so auch kein Natrium über den Schweiss verlieren, ganz im Gegensatz zu Menschen und Pferden. Nur bei manchen Herzkrankheiten ist eine verringerte Natriumversorgung erforderlich.

    Wissenswertes
    Natrium ist ein Mengenelement, dennoch ist es für den Organismus lebensnotwendig.

    Wirkung im Organismus
    Dieser Mineralstoff ist für die Zellfunktion unerlässlich, da er den Druckausgleich zwischen dem Zellinneren und der Zellumgebung sichert im Energiestoffwechsel eine wichtige Rolle spielt Natrium greift auch in den Wasserhaushalt ein (Durstempfinden, Harnausscheidung). Seine Aufgaben sind mit denen von Kalium eng verbunden.

    Natürliche Quellen
    Natrium steht über Natriumchlorid (Kochsalz) zur Verfügung.

  • Schwefel (S)

    Gesundheit / Vorsorge
    Schwefel (über schwefelhaltige Aminosäuren) ist wichtig für die Bildung von Keratin (Haar, Krallen, Haut).

    Wissenswertes
    Schwefel ist ein Spurenelement, dennoch ist es für den Organismus lebensnotwendig.

    Wirkung im Organismus
    Schwefel findet man vorwiegend in organischer Form im Organismus (schwefelhaltige Aminosäuren: Methionin, Zystin, Zystein).

    Natürliche Quellen
    Schwefel kommt aus Mineralsalzen, oder von schwefelhaltigen Proteinen aus dem tierischen Organismus.

  • Zink (Zn)

    Gesundheit / Vorsorge
    Dieses Spurenelement ist u.a. ein entscheidender Co-Faktor für die Bildung von Kollagen und Keratin.

    Wissenswertes
    Zink ist ein Spurenelement, dennoch ist es für den Organismus lebensnotwendig.

    Wirkung im Organismus
    Zink ist Co-Enzym sehr vieler Stoffwechselsysteme. Es ist besonders wichtig für den Transport von Vitamin A im Blut und für die Fortpflanzungsorgane. Auch für die Funktion von Haut und Haarwachstum ist Zink unabkömmlich.

    Natürliche Quellen
    Zink findet man in Mineralsalzen, aber auch im Vollkorngetreide und in allen tierischen Produkten.

Was Vitamine gibt es?

  • Pantothensäure - B5

    Gesundheit / Vorsorge
    Da sich dieses Vitamin weitverbreitet in der Nahrung findet, ist ein Mangel an Vitamin B5 äußerst selten.

    Wissenswertes
    Für die Entdeckung, dass die Pantothensäure das „Mittelpunkt-Molekül“ im Mitochondrium der Zelle ist, erhielt Lipmann im Jahr 1953 den Nobelpreis. Das lässt die Bedeutung dieses Vitamins erkennen.

    Wirkung im Organismus
    Die Pantothensäure trägt zur Bildung des Coenzym A bei, das an praktisch allen Stoffwechselvorgängen (Kohlenhydrate, Fette, Proteine) in der Zelle beteiligt ist.

    Natürliche Quellen
    Der Name des Moleküls kommt vom griechischen pantos, was soviel bedeutet wie „was man überall findet“… Trotzdem sind die Hauptquellen für Vitamin B5 Fleisch, Eier und Milchprodukte.

  • Biotin - B8

    Gesundheit / Vorsorge
    Es handelt sich um eines der wichtigsten Vitamine für den Haut- und Haarstoffwechsel. Biotin trägt auch unmittelbar zur Funktion des Nervensystems bei.

    Wissenswertes
    Das Biotin wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei der Erforschung einer Krankheit mit dem Namen „Eiweißkrankheit“ entdeckt: die Verfütterung großer Mengen von rohem Ei-Eiweiß führte zu Hautschäden, Haarausfall und Störungen im neuromuskulären Bereich. Durch Hitzebehandlung des Ei-Eiweißes (Zerstörung von Avidin) und gleichzeitiger Gabe von Hefe (biotinreich) konnte die Krankheit geheilt werden.

    Wirkung im Organismus
    Das Biotin greift in den chemischen Abbau (Katabolismus) der Glukose sowie einiger Fett- und Aminosäuren ein. Es ist darüber hinaus für die Synthese einiger anderer Fettsäuren notwendig.

    Natürliche Quellen
    Das wasserlösliche Biotin findet sich in großer Konzentration in Hefe, Leber, Nieren und in gekochten Eiern.

  • Folsäure - B9

    Gesundheit / Vorsorge
    Folsäure wird von Säugetieren nicht selbst gebildet. Sie ist wichtig für die DNA und RNA-Synthese und die Zellteilung. Es ist von hoher Bedeutung während der Trächtigkeit und eine ausreichende Menge minimiert das Risiko der Entstehung von Gaumenspalten.

    Vitamin B9 beugt Anämien oder neurologischen Erkrankungen vor. In der Nahrung älterer Tiere sollte es in größerer Menge vorhanden sein, ebenso bei Verdauungsstörungen (Durchfällen) oder bei akuter Anämie.

    Wissenswertes
    Die Folsäure wurde Mitte des 20. Jahrhunderts entdeckt. Sie ist ein wasserlösliches Vitamin, das in der Leber gespeichert wird. Seit einigen Jahren spricht man von Vitamin B9, zuvor trugen die Folate die Namen Vitamin M, Bc und Norit- Eluatfaktor.

    Wirkung im Organismus
    Die Folate sind eng verbunden mit allem, was den Proteinstoffwechsel betrifft sowie mit der Synthese der Moleküle, aus denen das genetische Material (DNS) entsteht.

    Natürliche Quellen
    Wie für die meisten Vitamine der B-Gruppe ist die Hefe auch für die Folsäure die hauptsächliche Quelle in der Ernährung. Aber auch grünes Gemüse, besonders Spinat, Kresse, Salat sowie die Leber sind besonders reich an Folsäure.

  • Niacin - PP

    Gesundheit / Vorsorge
    Niacin wirkt vorbeugend u.a. gegen Pellagra („Raue Haut“), eine schwere Krankheit, die sich auf Haut und Verdauung auswirkt. Niacin trägt zur Funktion einer Vielzahl von Geweben bei.

    Wissenswertes
    Vitamin PP hat den Namen von seiner vorbeugenden Wirkung gegen Pellagra, eine Hautkrankheit, bei der die Haut rau und schuppig wird. Es wurde im Jahr 1935 entdeckt. Der Stoffwechsel kann Niacin mit Hilfe der essentiellen Aminosäure Tryptophan selber herstellen.

    Wirkung im Organismus
    Niacin steuert den Ablauf aller Oxidoreduktionen im Organismus. Diese sind unverzichtbar für die Energieproduktion aus Fetten und Zucker.

    Natürliche Quellen
    Vitamin PP kommt in den meisten Lebensmitteln vor, besonders reichlich ist es in Fleisch, Fisch, Getreide und Pilzen vorhanden.

  • Pyridoxin - B6

    Gesundheit / Vorsorge
    Ein Pyridoxinmangel kann sich durch Veränderungen der Haut, der Nerven und des Blutes zeigen. Zur Vorbeugung oder Behandlung gewisser Krankheiten wird Pyridoxin gezielt eingesetzt.

    Wissenswertes
    Das Pyridoxin oder Vitamin B6 wurde erst Mitte des 20. Jahrhunderts entdeckt und isoliert. Die Erforschung seiner verschiedenen Aufgaben im Körper ist noch nicht abgeschlossen, sie dürften sehr vielfältig sein.

    Wirkung im Organismus
    Das Vitamin B6 wirkt als Coenzym in mehreren enzymatischen Reaktionen. Es spielt also verschiedene Rollen in Stoffwechselprozessen, besonders in denen der Aminosäuren.

    Natürliche Quellen
    Wie alle Vitamine der B-Gruppe ist das Pyridoxin wasserlöslich und findet sich in unterschiedlichen Lebensmitteln: Hefe, Weizenkeime, Fleisch. Milchprodukte und Getreide enthalten nur sehr geringe Mengen.

  • Riboflavin - B2

    Gesundheit / Vorsorge
    Ein Mangel führt zu Veränderungen der Haut und zu Sehstörungen. Vitamin B2 trägt besonders zur Vitalität von Haut und Haar bei.

    Wissenswertes
    Nachdem man es zunächst dem Vitamin B1 gleichstellte, wurde das Riboflavin 1937 als eigenständiges Vitamin definiert. Erst in den 1980er Jahren erkannte man, dass gewisse Krankheiten mit einem Mangel an diesem Vitamin zusammenhängen, da die Symptome wenig spezifisch sind. Es ist wasserlöslich.

    Wirkung im Organismus
    Riboflavin ist ein „Coenzym“ (eine für die Wirkung eines Enzyms notwendige Ergänzung) für zahlreiche biochemische Reaktionen: Energiegewinnung aus Fetten, Abbau von Aminosäuren, Funktionieren der Energiezentren der Zelle.

    Natürliche Quellen
    Das Vitamin B2 ist in der Natur sehr weit verbreitet: Hefe, Leber, Käse, Eier und alle Milchprodukte. Es wird auch von Bakterien im Magen-Darm- Trakt von Hund und Katze produziert.

  • Thiamin - B1

    Gesundheit / Vorsorge
    Der Mangel an Vitamin B1 ist die Ursache der Beriberi-Krankheit bei Mensch und Tier (Müdigkeit, Muskelschwäche, Schwierigkeiten beim Gehen, Sehen usw.). Eine ausgeglichene Ernährung schützt vor dieser Krankheit. Das Vitamin B1 ist u.a. wichtig für die Vorbeugung und Behandlung von Polyneuropathie oder bestimmter Herzkrankheiten.

    Wissenswertes
    Die berüchtigte „Beriberi-Krankheit“ war schon 2600 v. Chr. bei den Reis essenden Chinesen bekannt. Doch erst 1885 wurde ihr Ursprung (Fehlernährung) aufgedeckt. 1910 fand man dann die dafür verantwortliche Substanz, deren Fehlen die Krankheit verursacht. Dieses lebenswichtige Amin wurde als Vitamin bezeichnet. Das Thiamin, eine chemische Substanz, die die Beriberi-Krankheit heilt, ist also das erste bekannte Vitamin der Geschichte. Es ist wasserlöslich und kommt konzentriert in Herz, Niere, Leber und Gehirn vor.

    Wirkung im Organismus
    Das Thiamin greift in zahlreiche komplizierte biochemische Reaktionen zur Energiegewinnung in der Zelle ein. Darüber hinaus ist es jedoch unentbehrlich für die Funktion des Nervensystems, da es Teil der so genannten Neurotransmitter ist (Moleküle, die den Reiz von einer Zelle zur nächsten weiterleiten).

    Natürliche Quellen
    Besonders reich an Vitamin B1 sind Hefe und Weizenkeime, man findet es aber auch in Fleisch, Kleie und Getreide.

  • Vitamin A

    Gesundheit / Vorsorge
    Ein Mangel an Vitamin A ruft folgende Beschwerden hervor:

    • Sehstörungen (verminderte Sehfähigkeit im Dämmerlicht, Hornhauttrübung, trockene Bindehaut),
    • Hautprobleme (Austrocknen der Haut, Schrumpfen der Talgdrüsen),
    • Anomalien bei der Fortpflanzung,
    • erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und Lungenfunktionsstörungen

    Ein Überschuss an Vitamin A ist ebenso schädlich für den Organismus (Gelenkstörungen, Fortpflanzungsstörungen).

    Wissenswertes
    Im Altertum behandelte man bestimmte Sehstörungen mit der Verabreichung von Leber. Das Vitamin A wurde 1913 isoliert und seine chemische Struktur 1931 aufgedeckt: es ist ein langkettiger Alkohol, der in Fetten löslich ist. Es wird im Dünndarm absorbiert und reichert sich in der Leber an. Unter seinen Vorstufen, die vom Organismus in Vitamin A umgewandelt werden, findet man auch das Betacarotin.

    Wirkung im Organismus

    • Sehvermögen: Anpassung an die Dunkelheit
    • Haut und Fell: Erneuerung der Zellen
    • Fortpflanzung: Synthese bestimmter Hormone
    • Stoffwechsel: Proteinsynthese

    Natürliche Quellen
    Als Retinol: Leber, Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte. Als Betacarotin: Gemüse und Obst.

  • Vitamin B12

    Gesundheit / Vorsorge
    Alter, vegetarische Ernährung und Krankheiten des Verdauungstrakts stehen im Verdacht, einen Mangel an Vitamin B12 hervorzurufen. Dieser muss durch die Ernährung ausgeglichen werden.

    Wissenswertes
    Im Jahr 1925 entdeckte man die anti-anämischen Eigenschaften von Kalbsleber, die man damals auf einen „äußerlichen Ernährungsfaktor“ zurückführte, der erst Mitte des Jahrhunderts isoliert wurde und den Namen Vitamin B12 erhielt. Die Besonderheit dieses Vitamins liegt darin, dass es das einzige ist, das zu seinem chemischen Aufbau einen Mineralstoff benötigt: Kobalt.

    Wirkung im Organismus
    Das Vitamin B12 spielt eine herausragende Rolle als Coenzym bei zahlreichen wichtigen biochemischen Reaktionen aber auch bei der Proteinsynthese und der Bildung der roten Blutkörperchen.

    Natürliche Quellen
    Das Vitamin B12 findet sich ausschließlich in Produkten tierischen Ursprungs (Leber, Niere, Fisch, Fleisch). In Pflanzen ist es nicht enthalten.

  • Vitamin C

    Gesundheit / Vorsorge
    Obwohl Hund und Katze Vitamin C im Allgemeinen nicht wirklich benötigen, sollte es mit der Nahrung verabreicht werden. Man kann daher mit diesem Vitamin Probleme wie z.B. das Altern, den Zellstress durch körperliche Belastung oder die Gelenkdegeneration (Arthrose) vorbeugend bzw. therapeutisch behandeln.

    Wissenswertes
    Der Skorbut, verursacht durch Mangel an Vitamin C, ist seit Menschengedenken bekannt (besonders die Seeleute beugten ihm mit Zitronen vor). Hunde und Katzen benötigen kein Vitamin C, da sie es unter normalen Umständen synthetisieren können.

    Wirkung im Organismus
    Die Ascorbinsäure sichert verschiedene lebenswichtige Funktionen im Körper:

    • die Neutralisierung der freien Radikale (Schutz gegen den oxidativen Stress)
    • den Eisenstoffwechsel
    • bestimmte Immunreaktionen gegen Infektionen

    Natürliche Quellen
    Vitamin C ist in der Natur sehr weit verbreitet. Alle Pflanzen enthalten es, besonders Zitrusfrüchte (Zitrone, Orange), Beeren (Johannisbeere), Kiwis oder Erdbeeren.

  • Vitamin E

    Gesundheit / Vorsorge
    Das Vitamin E dient zur Vorbeuge oder Behandlung zahlreicher Krankheiten u.a.:

    • solche, die von „oxidativem Stress“ der Zelle herrühren (sportliche Leistung, Beeinträchtigung durch Umweltverschmutzung)
    • solche, die mit dem Altern des Organismus einher gehen
    • Herz- und Gefäßkrankheiten
    • Augenerkrankungen (Star)
    • neurologisch degenerative Erkrankungen

    Wissenswertes
    Das Vitamin E wurde 1920 als Faktor für die Fruchtbarkeit entdeckt und 1936 isoliert. Erst in den 80er Jahren erschloss man die wichtige Schutzwirkung gegen freie Radikale und die Rolle als antioxidative Substanz in der Zelle. Dieses Vitamin ist fettlöslich und lagert sich im Fettgewebe des Organismus, in der Leber und in den Muskeln ab.

    Wirkung im Organismus
    Als biologisches Antioxidans schützt das Vitamin E die Zelle gegen die Schädigung durch freie Radikale. So ermöglicht es:

    • den Schutz der Zellmembranen
    • den Kampf gegen die biologischen Auswirkungen von Stress
    • die Stärkung des Immunsystems

    Natürliche Quellen
    Das Vitamin E kommt vorwiegend aus pflanzlichen Quellen: Öle, Ölsaaten, Getreidekeime. Grünes Gemüse enthält dagegen sehr geringe Mengen, dennoch findet man Vitamin E auch in tierischen Produkten: Leber, Eier, Butter.

  • Vitamin K

    Gesundheit / Vorsorge
    Der Mangel an Vitamin K führt durch eine Gerinnungshemmung u.a. zu Darm-, Nasen-, Haut-, und Hirnblutungen. Auf lange Sicht führen diese manchmal unscheinbaren kleinen Blutungen zu Anämien (Mangel an roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff transportieren). Eine ausgewogene Ernährung beugt diesen Risiken vor.

    Wissenswertes
    Im Jahr 1929 wurde die Existenz eines antihämorrhagischen Ernährungsfaktors entdeckt: er wurde 1936 isoliert und erhielt die Bezeichnung Vitamin K. Eigentlich umfasst dieser Begriff mehrere identische Substanzen, die im Fett löslisch sind und die alle durch komplexe biologische Mechanismen und unter bestimmten Bedingungen die Blutgerinnung ermöglichen.

    Wirkung im Organismus
    Das Vitamin K ist ein so genannter „Cofaktor“ für mehrere Enzyme, das bedeutet, dass diese Enzyme ohne seine Präsenz keine Wirkung entfalten können. Darüber hinaus ist es für einige Zwischenfaktoren der Blutgerinnung notwendig. Im Proteinstoffwechsel hat Vitamin K wahrscheinlich auch eine Funktion bei der Fixierung von Kalzium in den Knochen.

    Natürliche Quellen
    Die Hauptquellen von Vitamin K in der Nahrung sind Fleisch (K1, K2) und Gemüse (K1), besonders Kraut, Petersilie, Spinat usw. Die Leber ist, beim Tier, das wichtigste Organ für die Speicherung.

  • Vitamin D

    Gesundheit / Vorsorge
    Der Mangel an Vitamin D führt zu:

    • Rachitis (bei Hunden und Katzen selten)
    • Osteomalazie (Muskel- und Gelenkschmerzen, Risse in den Knochen)
    • Nieren- und Leberdysfunktionen können, über den Vitamin D-Stoffwechsel, zu schweren Knochenkrankheiten führen (etwa bei chronischer Niereninsuffizienz)

    Ein Überschuss an Vitamin D ist für das Tier toxisch (abnormale Verkalkung).

    Wissenswertes
    Bereits die frühen Studien (Mitte des 17. Jahrhunderts) zur Rachitis, jener schweren Knochenkrankheit, führten zu der Frage nach einer lebensnotwendigen „Substanz“.

    Die antirachitische Wirkung von Leberöl aus Fischen wurde im Jahr 1782 entdeckt, 1890 die Schutzwirkung der Sonnenstrahlung und 1932 konnte man das Vitamin D isolieren. Es handelt sich um ein fettlösliches Vitamin, das über die Nahrung den Organismus erreicht. Vitamin D entsteht aber auch durch eine natürliche Synthese in der Haut unter dem Einfluss der Sonnenstrahlung.

    Um im Organismus aktiv zu werden, muss Vitamin D zweimal modifiziert werden, in der Leber und in den Nieren, dies erklärt auch, warum Krankheiten in diesen Organen zu einer Demineralisation der Knochen führen kann.

    Wirkung im Organismus
    Vitamin D hat wichtige, den Stoffwechsel von Kalzium und Phosphor regulierende Aufgaben:

    • Erhöhung der Absorptionskapazität von Kalzium und Phosphor im Darm
    • Optimierung der Fixierung (oder Freisetzung) von Kalzium in den Knochen
    • Verminderung von Phosphorverlusten über den Urin

    Auch in anderen Organen hat Vitamin D wichtige Funktionen: Milchdrüsen, Plazenta, Muskeln, Bauchspeicheldrüse, Haut usw.

    Natürliche Quellen
    Fleisch und Pflanzen enthalten so gut wie kein Vitamin D. Natürliche Quellen sind:

    • Leberöl aus Fischen
    • Fettfische (Thunfisch, Sardinen)
    • Eigelb
    • Milch und Milchprodukte

Was für weitere Nährstoffe spielen in der Ernährung eine Rolle?

  • Antioxidantien

    Gesundheit / Vorsorge
    Der beträchtliche Einfluss der Antioxidantien auf die Gesundheit hat dazu geführt, dass sie in der aktuellen medizinischen Forschung besondere Berücksichtigung finden, vor allem auf folgenden Gebieten: Schutz gegen den Alterungsprozess, Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf- Erkrankungen, bestimmte Krebsarten, Krankheiten des Nervensystems, Augenerkrankungen (Star) und solche Krankheiten, die von physischer Anstrengung herrühren.

    Wissenswertes
    Als organische Moleküle versetzen die Antioxidantien den Organismus in die Lage, die zerstörerischen freien Radikale zu bekämpfen. Diese entstehen aus dem Sauerstoff, sind instabil und gefährlich und werden vom Organismus ständig neu gebildet.

    Wirkung im Organismus
    Die Antioxidantien schützen die Zellmembran sowie ihren Kern (der das genetische Material, die DNS, enthält) vor den Angriffen der freien Radikale. Diese kann man sich als kleine Meteoriten vorstellen, die ununterbrochen gegen das Äußere und Innere der Zelle prallen.

    Natürliche Quellen
    Die verschiedenen Antioxidantien (Vitamine, Farbpigmente, Enzyme) findet man in bestimmten Früchten und Gemüsearten (Olive, Zitrone, Orange, Melone, Tomate, Traube), in Getreidekeimlingen, den Blättern von grünem Tee oder im Rotwein. Die am häufigsten benutzten natürlichen Antioxidantien sind Vitamin E, Vitamin C, Beta-Carotin, Taurin und die Polyphenole.

  • Beta-Carotin

    Gesundheit / Vorsorge
    Beta-Carotin fördert die Bildung von Östrogen und Progesteron. Wie mit den andern Antioxidantien lassen sich auch mit dem Beta-Carotin alle Zustände von oxidativem Stress im Körper bekämpfen: Infektionen, Krebs, Augen- und Nervenkrankheiten u.a.

    Wissenswertes
    Das Beta-Carotin und die Carotinoide sind die Vorläufer des Vitamin A, die dem Gemüse eine schöne orange-rote Farbe verleihen. Sein Wert für die Ernährung liegt aber in seiner Eigenschaft als wirksames Antioxidans.

    Wirkung im Organismus
    Dieses wirksame Antioxidans ist fähig, die freien Radikale einzufangen und schützt auf diese Weise die Zellmembranen vor möglicher Zerstörung. Dieser Schutzeffekt wird durch die Anwesenheit der Vitamine E und C sowie durch Polyphenole verstärkt.

    Natürliche Quellen
    Beta-Carotin findet sich besonders in Früchten und Gemüse: vor allem in Melonen, Aprikosen, Karotten und Mangos.

  • Chondroitin

    Gesundheit / Vorsorge
    Dieses Molekül eignet sich zur Vorbeugung und Behandlung von Arthrosen bei großen Hunden, Sporthunden oder alternden Hunden und Katzen. Je früher man es in das Futter mischt, umso besser sind die Chancen, Degenerationsprozesse der Knorpel zu begrenzen.

    Wissenswertes
    Die Chondroitinsulfate sind schwefelhaltige Zuckermoleküle und Bestandteile der Proteoglykane. Diese sind ihrerseits Grundelemente für die Bildung von Gelenkknorpel.

    Wirkung im Organismus
    Das Chondroitin ist eines der Hauptmoleküle, welche die Bildung von Gelenkknorpel fördern und deren Elastizität erhalten. Es verhindert vor allem den Einfluss von bestimmten Enzymen, die die Knorpel auf Dauer zerstören könnten.

    Natürliche Quellen
    Es kommt im Knorpelgewebe zahlreicher Tierarten vor.

  • Wasser

    Gesundheit / Vorsorge
    Ausreichende Versorgung mit frischem Wasser verhindert die lebensgefährlichen Folgen der Austrocknung (Dehydratation): schlechte Durchblutung der Kapillargefäße, Erhöhung der Herzfrequenz, hohes Fieber usw. Bei einer Dehydratation von 10% stirbt ein Hund oder eine Katze sehr rasch.

    Wissenswertes
    H2O ist Hauptbestandteil des tierischen Körpers. Er enthält 75% Wasser bei der Geburt und 60% bei ausgewachsenen Tieren. Wasser ist die für das Leben wichtigste Komponente, sowohl in absoluter als auch in relativer Größenordnung und hat Einfluss auf alle physiologischen Funktionen des Körpers. Im Körperfett sind nur 15% Wasser enthalten, im Skelett 50%, in den Muskeln 75% und im Blut… 83%.

    Wirkung im Organismus
    Das Wasser hat lebenswichtige und vielfältige Aufgaben:

    • ideales Mittel zur Verteilung von Nährstoffen zu den Organen und zum Abtransport von Abfallstoffen
    • optimales Milieu für alle biochemischen Reaktionen
    • Hauptverantwortlicher für die Regulierung der Körpertemperatur
    • Schmierung der Gelenke, des Auges, des Innenohrs (Schallübertragung)

    Natürliche Quellen
    Hunde wie Katzen nehmen Wasser aus drei Quellen auf :

    • als Getränk, an erster und wichtigster Stelle
    • mit der Nahrung, die 10% (Trockenfutter) bis 85% (Konserven) enthalten kann
    • aus dem inneren Stoffwechsel des Körpers, durch den bei der Oxidation der Nahrungsmittel Wasser entsteht

    1g oxidierte Lipide ergeben z.B. 1,07 g Wasser im Körper.

  • Glucosamin

    Gesundheit / Vorsorge
    Dieser Nahrungsbestandteil ist besonders bei der Behandlung und Vorbeugung von Arthrosen bei großen Hunden, Sporthunden oder alternden Hunden und Katzen angezeigt. Je früher man es ins Futter mischt, desto besser sind die Chancen, die unausweichliche Degeneration der Knorpel zu begrenzen.

    Wissenswertes
    Das Glucosamin ist ein Zuckermolekül, und Bestandteil der Proteoglykane. Diese sind ein Grundelement in der Knorpelbildung.

    Wirkung im Organismus
    Das Glucosamin ist eines der Hauptmoleküle, die die Bildung von Gelenkknorpel fördern und zu deren Elastizität beitragen. Es ist damit perfekt auf das Chondroitin abgestimmt, das seinerseits die Zerstörung von älterem Knorpelgewebe hemmt.

    Natürliche Quellen
    Es kommt im Knorpelgewebe zahlreicher Tierarten vor.

  • Polyphenole

    Gesundheit / Vorsorge
    Mit Hilfe der Polyphenole lassen sich das Altern der Zellen, Krebsleiden, Herz- und Kreislaufkrankheiten sowie entzündliche Krankheiten begrenzen.

    Wissenswertes
    Die Polyphenole bilden eine im Pflanzenreich sehr weit verbreitete Gruppe von Molekülen. Wegen ihrer starken antioxidativen Wirkung auf den Organismus interessiert sich die Forschung seit einigen Jahren für sie.

    Wirkung im Organismus
    Durch die Bindung der freien Radikale im Innern der Zelle und ihren Schutz der DNS vor Zerstörung oder Mutation, übernehmen die Polyphenole im Zellinnern Schutzfunktionen.

    Natürliche Quellen
    Sie kommen in zahlreichen Pflanzen vor, von den Wurzeln bis zu den Früchten. Die wirksamsten Poyphenole findet man jedoch im Grünen Tee, in Trauben, bestimmten Algen und Olivenbäumen.

  • Zeolith

    Gesundheit / Vorsorge
    Die Beimischung von Zeolith zur Nahrung ist bei Vorbeugung und Behandlung von Durchfällen von Nutzen. Es absorbiert nicht nur einen gewissen Wasserüberschuss im Verdauungstrakt, der für den Durchfall charakteristisch ist, sondern nimmt auch Giftstoffe auf, die für eine übermäßige Sekretion von Wasser in das Darmlumen verantwortlich sind.

    Wissenswertes
    Die Zeolithe sind Tone, natürliche Mineralstoffe, die aus mikroskopisch kleinen Blättchen von Aluminiumsilikat bestehen. Sie werden seit einigen Jahren bei der Behandlung von Durchfall verwendet, wie z.B. auch Smektit (ein anderes Tonmineral). Die Zeolithe sind unlösliche Mineralsalze, die sich von anderen Tonmineralen durch folgende Eigenschaften unterscheiden: – eine ausgeprägte Porosität, wodurch sie 50% ihres Volumens absorbieren können; – eine außerordentlich große Austauschfläche (über 100 m2/pro Gramm).

    Wirkung im Organismus
    Die Zeolithe haben drei hauptsächliche Wirkungen im Verdauungstrakt des Tieres:

    • sie bilden einen schützenden Film auf der Oberfläche der Darmschleimhaut
    • sie absorbieren überschüssiges Wasser und toxischen Substanzen
    • sie stören in keiner Weise den Verdauungsablauf und tragen zur Festigkeit der Knochen bei, indem sie bei der Absorption von Kalzium helfen

    Natürliche Quellen
    Wie alle Tone findet man sie in reiner Form in der Natur.

  • SOD

    Gesundheit / Vorsorge
    Wie die anderen Antioxidantien spielt SOD eine komplementäre Rolle beim Kampf gegen alle Formen von oxidativem Stress, denen der Organismus ausgesetzt ist: Alterungsprozess, große körperliche Anstrengung, Umweltverschmutzung, Krebs, Entzündungs- und Nervenkrankheiten.

    Wissenswertes
    Die Superoxid-Dismutase ist ein Enzym, das generell in jeder Zelle vorkommt. Es hat die Aufgaben eines Antioxidans innerhalb der Zelle. Obwohl es auch ein Nährstoff ist, gehört es doch zur Gruppe der Antioxidantien.

    Wirkung im Organismus
    Die SOD ist eines der Enzyme in der Zelle, die bestimmte freie Radikale binden. Sie trägt somit zum antioxidativen Schutz des Organismus bei.

    Natürliche Quellen
    Auch wenn sie in zahlreichen Gemüsearten enthalten ist, so wird SOD doch erst seit kurzem in der Nahrung von Hunden und Katzen verwendet. Da SOD ein Protein ist, wird es normalerweise im Darmtrakt dieser Tiere zerstört. Man hat jedoch in Melonen eine geschützte Form von SOD entdeckt, die von der Verdauung nicht angegriffen wird und daher für die Ernährung nutzbar ist.

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