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Hundererziehung

Ein gut erzogener Hund ist eine Freude – nicht nur für seinen Besitzer. Auch der Hund fühlt sich am wohlsten, wenn er genau weiß, was er darf – und was nicht. Mit dem Beachten einiger Grundsätze ist auch der Grundstein für eine harmonische Beziehung zwischen Mensch und Hund gelegt.

Auf dieser Seite werden Ihnen die Grundlagen der Hundeerziehung vermittelt, damit Sie Ihren Hund besser kennen lernen und verstehen und somit Fehler vermeiden. Wir möchten Ihnen dazu die besten Maßnahmen aufzeigen, um Ihren Hund beispielsweise stubenrein zu bekommen und gängige Befehle im täglichen Umgang beizubringen.

Sollten Sie Fragen, Probleme oder weitere Tipps zum Thema Erziehung haben, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns in unseren Märkten besuchen.

Wann beginnt sie? Und ist sie auch bei älteren Tieren noch sinnvoll?

Selbst wenn Sie Ihren Hund als Welpen zu sich holen, hat die Erziehung bereits begonnen. Die Mutterhündin, der Züchter oder das Tierheimpersonal haben Ihrem Hund schon die ersten Grundlagen beigebracht. Die Mutterhündin war dabei liebevoll konsequent. Genau das erwartet Ihr Hund jetzt auch von Ihnen.

Auf keinen Fall dürfen Sie Ihren Hund nach dem Motto behandeln: „Er soll sich erst einmal eingewöhnen. Er kennt meine Stimme noch nicht und es kommt noch so viel auf ihn zu. Deshalb lasse ich es durchgehen, wenn er nicht hört, oder die Vase umwirft, vielleicht auf dem Sofa liegt, wenn er den Mülleimer leert und den Kindern die Schulbrote wegfrisst …“

Ihr Hund würde das ganz anders verstehen: als Aufforderung, die Rudelführung zu übernehmen. Zudem erwartet Ihr Hund, dass Sie seine Grenzen festlegen, innerhalb derer er sich bewegen soll. Tun Sie dies nicht, wird er die Entscheidungen treffen – im Hundesinn, und dies führt sehr schnell zu Problemen.

Wenn Sie sich für einen Hund aus dem Tierheim entschieden haben, kann es sein, dass er aufgrund seiner Vorgeschichte eine gewisse Ängstlichkeit entwickelt hat. In solchen Fällen hilft Ihnen Ihr Tierheim mit Tipps gern, sein Vertrauen schneller zu gewinnen. Mittlerweile gibt es sogar Nahrungen, die speziell für Tiere mit übermäßigen Stressbelastungen entwickelt wurden. Sprechen Sie Ihren Tierarzt darauf an.

Prinzipiell gilt: Für den Besuch einer Hundeschule ist es nie zu spät. Hier lernt nicht nur Ihr Hund. Vor allem Sie selbst sammeln wichtige Erfahrungen und erhalten Tipps im Umgang mit Ihrem Tier. Durch das Zusammensein mit anderen Hunden wird gleichzeitig sein Sozialverhalten gefestigt. Leichte Verhaltensabweichungen können zudem einfacher korrigiert werden.

Was für Grundregeln sollten Sie aufstellen?

Machen Sie sich ein paar Grundsätze klar und beachten Sie sie bitte ein Hundeleben lang:
  • Mein Hund ist ein Rudeltier. Ich bin sein Boss.
  • Ich mache keine Fehler, denn das würde mein Hund nicht verstehen.
  • Was ich sage, ist Gesetz. Mein Hund kann nicht diskutieren.
  • Mir stehen besondere Rechte zu. Ich esse, bevor mein Hund frisst, ich gehe als Erster durch die Tür, ich kann auf dem Lagerplatz meines Hundes sitzen, wann immer es mir gefällt – er jedoch nicht auf meinem.

Die heutigen Erkenntnisse des Hundeverhaltens haben zu neuen Wegen in der Erziehung geführt. Das Grundprinzip ist jedoch immer dasselbe und erscheint einfach: Immer, wenn Ihr Hund etwas so macht, wie Sie es möchten (erwünschtes Verhalten), loben Sie. Zeigt Ihr Hund ein unerwünschtes Verhalten, ignorieren Sie ihn. Loben Sie erst wieder, wenn erwünschtes Verhalten gezeigt wird. Das scheint sehr einfach, ist aber in der Realität häufig sehr schwierig. Sie müssen sich schon sehr konzentrieren und Ihren Vierbeiner genau beobachten, damit Sie das gewünschte Verhalten auch sofort mit Lob bedenken. Und ignorieren heißt: Gar nichts tun, nicht gucken, nicht schimpfen, auch nicht ganz leise, sondern stumm bleiben und sich wegdrehen.

Nun gibt es aber auch Verhalten, das dem Hund so viel Spaß macht, dass man mit Ignorieren allein nur schwerlich auskommen wird. Schließlich haben Sie nicht nur einen Hund, sondern weiterhin die übrige Familie mit allen Alltagspflichten. Jeder wird Verständnis haben, wenn es ein paar Tage ausschließlich um den Neuankömmling geht. Jedoch sollte Ihnen klar sein, dass nur durch konsequentes Handeln und klare Regeln die Grundlagen für ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Hund gelegt werden.

Zu autoritär?

Bedenken Sie bitte, dass ein partnerschaftlicher Erziehungsstil Ihren Hund überfordern würde. Wenn Sie also einen Hundepartner und Freund möchten – behandeln Sie ihn, wie er es von seinem „Rudelführer“ erwartet. Wenn es Ihnen gelingt, auf so natürliche Weise Ihrem Hund Ihre Dominanz zu zeigen, werden sich „Strafen“ auf ein Minimum reduzieren lassen. Ganz ohne ein „Nein“ werden Sie jedoch nicht auskommen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Lob und Tadel?

Für beides gilt: Es muss zum richtigen Zeitpunkt kommen! Sie haben nur ein bis zwei Sekunden Zeit, um ein Verhalten mit einem positiven Reiz (Lob) oder einem negativen Reiz (Strafe) zu belegen. Nach dieser Zeit weiß Ihr Hund nicht mehr, warum Sie reagiert haben und bezieht es schon auf seine nächste Handlung.

Lob kann ein freundliches Wort sein, ein Klopfen, Streicheln, Kraulen, ein Leckerchen oder der Ball, der wegfliegt. Aber bitte immer nur eins! Auch ein Lob soll etwas Besonderes sein, und deshalb wird auch nur gelobt, wenn der Hund etwas Besonderes getan hat. Für die ersten Sitzübungen wird also noch jedes Mal gelobt, wenn es dann (fast) immer klappt, schon seltener und irgendwann gar nicht mehr. Dann ist es selbstverständlich, dass diese Übung befolgt wird. Lob gibt es dann schon längst für andere Aufgaben.

Bei den „Strafen“ reicht der Katalog vom Nichtbeachten über ein „Nein“ oder „Pfui“ bis hin zum mehr oder weniger leichten Ruck am Halsband oder Geschirr als letztes Mittel. Dabei muss das Maß abgestimmt sein auf das Alter, den Ausbildungsstand und die Situation. Die berühmte gerollte Zeitung sowie das Festhalten und Schütteln im Nacken gehören endgültig in die Mottenkiste der Hundeerziehung.

Wie kann man „Sitz“ üben?

Nehmen Sie eine Krokette Ihrer Nahrung zwischen Daumen und Zeigefinger, lassen Sie Ihren Hund schnüffeln und führen Sie die Hand langsam über seinen Kopf nach hinten. Die Höhe muss gerade so sein, dass er nicht daran kommt, aber auch nicht springt. Wenn dann der Kopf hoch und das Hinterteil nach unten geht, kommt ihr Befehl „Sitz“ und das Leckerchen wandert in die wartende Schnauze. Bereits nach wenigen Übungseinheiten setzt sich Ihr Hund erwartungsvoll hin und dann gibt es das Leckerchen oder ein Lob nur noch, wenn Sie auch dazu aufgefordert haben. Wenn Sie dann spazieren gehen möchten, bleiben Sie vor der Tür stehen, sagen „Sitz“ und warten, bis Ihr Hund sitzt. Anfangs dauert das etwas, bis Sie die Tür (das ist diesmal die „Belohnung“) öffnen können, aber Sie werden die Erfolge sehen.

Jacqueline

Expertin für Hunde- und Katzenernährung unter Berücksichtigung des Stoffwechsels

Wie sieht die „Platz-Übung“ aus?

In der Ausgangsposition sitzt Ihr Hund. Sie fahren mit einem Leckerchen in der Hand vom Kopf in Richtung Boden. Ihr Hund folgt mit seinem Kopf und liegt im „Platz“. Sobald er in die liegende Position kommt, geben Sie Ihren Befehl „Platz“. Anfangs gibt es die Belohnung auch, wenn das Hinterteil Ihres Hundes noch nicht ganz unten angekommen ist, nach einigen Übungen erst, wenn der ganze Hund liegt. Das Hörzeichen kommt, das Leckerchen wird gegeben, und genau wie beim „Sitz“ beherrscht Ihr Hund schnell die nächste Übung, vorausgesetzt, Sie üben fleißig. Dabei sollten die einzelnen Übungseinheiten sehr kurz, vielleicht zwei bis drei Minuten lang sein. Üben Sie lieber mehrmals am Tag als einmal zu lange. Den Abschluss bildet immer eine Spieleinheit! Das „Arbeiten“ mit Ihnen soll interessant sein und Spaß machen.

Was muss ich machen, damit mein Hund zu mir kommt – Die „Komm-Übung“?

Für Sie als Hundehalter ist es wichtig, dass Sie sich darauf verlassen können, dass Ihr Hund zuverlässig zu Ihnen kommt, wenn Sie ihn rufen. Damit das klappt, ist einige Übung erforderlich.

Zu Beginn sollten Sie sich für ein einziges Kommando („Komm“, „Hierher“) entscheiden, mit dem sie arbeiten wollen. Es sollte kurz und prägnant sein und für den Hund vielversprechend klingen, wenn Sie ihn rufen.

Anfangs verwenden Sie das Kommando nur dann, wenn ihr Hund aus eigenem Antrieb auf Sie zuläuft. Wenn er zu Ihnen kommt, loben Sie ihn oder verstärken Sie dieses Verhalten mit einem Leckerchen. Ihr Hund soll lernen, dass es etwas Positives und Lohnendes ist, zu Ihnen zu kommen, wenn Sie ihn rufen. Gerade bei den ersten Übungen kann es etwas länger dauern, bis Ihr Hund bei Ihnen ankommt, auf das folgende Lob sollte das jedoch keine Auswirkung haben. Beginnen Sie mit den Übungen in einem geschlossenen Raum. Wenn Sie ein Umfeld aussuchen, in dem Sie selbst das interessanteste Objekt sind, wird es schneller gehen, bis Ihr Hund den Weg zu Ihnen findet. Wenn Sie sich hinknien und die Arme ausbreiten, wirkt das für Ihren Welpen einladend und er wird dementsprechend auf Sie reagieren. Erst wenn Sie sicher sind, dass Ihr Hund auf Zuruf kommt, sollten Sie die Übungen ausweiten und auch ins Freie verlegen. Sollte Ihr Hund nicht auf Ihr Kommando reagieren, bestrafen Sie ihn nicht! Betrachten Sie dies als ein Zeichen dafür, dass Sie mehr mit ihm üben sollten. Wenn Sie Ihren Hund nur zu sich rufen, um ein Spiel oder einen Spaziergang zu beenden, wird er nach einer Weile vergessen, dass das Kommen etwas Positives ist. Rufen Sie auch nicht zu oft. Wenn ein Hund ständig Ihre Stimme hört, gewöhnt er sich daran, dass Sie ihm ständig melden, wo Sie sich gerade befinden. Üben Sie also auch zwischendurch immer wieder, und sorgen Sie dafür, dass die Komm-Übung für Ihren Hund spannend bleibt.

Wie kann Ihr das Spazierengehen an der Leine erlernen?

Für Ihre Spaziergänge sollten Sie genügend Zeit einplanen. Zwar ist das Bedürfnis nach Bewegung von Hund zu Hund sehr unterschiedlich ausgeprägt, jedoch sollte man jedem Hund einen seinem Bedürfnis entsprechenden Auslauf gewähren.

In jedem Fall müssen Sie in der ersten Zeit Ihren Hund grundsätzlich an der Leine führen. Die Dauer dieser Maßnahme ist je nach Charakter sehr unterschiedlich. Wenn Sie einen Hund aus dem Tierheim aufgenommen haben, berät man Sie dort auch in dieser Frage sehr gern. Ein vorbildlicher Züchter wird Ihren Hund schon an ein Halsband gewöhnt haben.

Vor dem Anlegen der Leine wird geübt, ein Halsband zu tragen. Auch die leichten Modelle können bei Hunden zu wahren Verrenkungskünsten und Kratzorgien führen. Lenken Sie Ihren Hund einfach mit einem Spielzeug ab. Üben Sie das Halsbandtragen zunächst in der Wohnung, genauso machen Sie es mit der Leine. Die Leine sollte locker in der einen Hand durchhängen, in die andere nehmen Sie einen Ball oder ein anderes Lieblingsspielzeug, um Ihren Hund abzulenken. Bald hat sich Ihr Hund an die Leine gewöhnt, und draußen geht dann alles schon viel leichter.

Wenn Ihr Welpe sich trotzdem draußen hinhockt und sich weigert, Ihnen zu folgen, hilft sicher ein Leckerchen, das Sie ihm zeigen. Dabei gehen Sie langsam rückwärts. Das erste Leckerchen gibt es nach drei Schritten, das nächste nach fünf, dann nach zehn Schritten. Dann zaubern Sie einen Ball aus der Tasche, lassen ihn vor den Augen des Hundes nach vorn rollen und passen auf, dass er nicht in die Leine läuft und fangen einen vielleicht vermeidbaren Ruck weich ab. Am Ende des ersten Spaziergangs mit Leine ist diese Übung bereits erfolgreich erlernt!

Ist eine Welpenspielstunde oder Hundeschule sinnvoll?

Das Zusammenleben mit dem Menschen ist wichtig, aber Kontakt zu Artgenossen gehört genauso zu einer optimalen Entwicklung eines Welpen. Welpenspielstunden gehören heute zum Hundealltag und werden überall angeboten. Möglichst früh sollten Sie Ihren Hund an andere gewöhnen. Ideal ist es, wenn Hunde der verschiedenen Rassen und damit auch mit völlig unterschiedlichem Aussehen zusammenkommen. Der Altersunterschied der Welpen sollte nicht zu groß und niemals sollten die Hunde unbeaufsichtigt sein. ErfahreneGruppenleiter wissen, wann es sich bei einer kleinen Rauferei noch um ein Spiel handelt und ab wann Sie eingreifen müssen. Auch die ersten Übungen, also „Sitz“, „Platz“ und „Komm“, werden in der Gruppe schon geübt. Natürlich überwiegen die Spieleinheiten. Fragen Sie Ihren Tierarzt, wo der nächste Hundeverein oder eine Hundeschule ist, die Welpenkurse anbietet.

Direkt auf die Welpenspielstunde folgt etwa ab dem Alter von vier bis fünf Monaten die Hundeschule. In einer Hundeschule, sei sie nun gewerblich oder auch privat von einem Verein durchgeführt, wird man mit Ihnen nicht nur gemeinsam mit dem Hund üben, sondern Ihnen auch erklären, wie ein Hund lernt oder warum diese oder jene Übung momentan noch nicht so klappt. Sie werden dort „rund um den Hund“ umfassend beraten. Sie werden es erleben: Hundeschule macht Ihnen und Ihrem Vierbeiner einen Riesenspaß und die Erfolge kommen schneller, als Sie denken.

Quellenangabe

ROYAL CANIN Tiernahrung GmbH & Co. KG
„Ein Hund kommt ins Haus“

Jacqueline

Expertin für Hunde- und Katzenernährung unter Berücksichtigung des Stoffwechsels

Wie bekomme ich meinen Hund stubenrein?

Leider ist es noch sehr verbreitet den Hund zu bestrafen, wenn er in die Wohnung gemacht hat. So drücken noch viele Hundebesitzer die Nase des Hundes in den Urin. Aber der Hund versteht nicht, wofür er bestraft wurde, sondern wird sich lediglich beim nächsten Mal einen geheimeren und stilleren Ort suchen.

Mein Tipp:

Sobald das neue Familienmitglied eingezogen ist, werden sie zum „Spion“! Besorgen Sie sich Welpenunterlagen (als Ausweichoption) und beobachten sie ihren neuen Freund genau. Sobald er nur das kleinste Anzeichen von Unruhe zeigt, nehmen Sie ihn wortlos auf den Arm oder führen ihn zu dem Ort, an dem er sich erleichtern darf. Hunde mögen es übrigens, wenn das Gras zwischen den Pfoten kitzelt, während sie ihr Geschäft verrichten.

Möglicherweise werden sie ein paar Mal vergebens diese Wege gehen, aber wenn es dann einmal geklappt hat, sollten Sie ihren Hund mit Freude, Lob und seinem Lieblings-Leckerli belohnen.

Nun ist es ja so, dass man trotzdem auch noch ein „eigenes Leben“ hat und nicht immer an Ort und Stelle sein kann. Sollte also ein Malheur passieren, schimpfen oder bestrafen Sie Ihren Freund nicht dafür. Es ist wesentlich wirkungsvoller das Verhalten einfach zu ignorieren und das Pfützchen wegzuwischen, denn Ihrem Hund ist es herzlich egal ob Sie wild gestikulierend und in sich rein brummelnd vor ihm stehen, sobald Sie auf ihn eingehen, hat er Ihre volle Aufmerksamkeit und somit genau das, was er wollte.

Mein Hund zieht an der Leine. Was kann ich tun?

Der Spaziergang sollte für Mensch und Hund das Highlight des Tages sein, leider ist es das für viele von uns nicht. Die Hunde zerren an der Leine, bellen Artgenossen an und haben oftmals keine große Lust auf das zu hören, was am anderen Ende der Leine erzählt wird.

Mein Tipp:

Tun Sie sich und Ihrem Vierbeiner den Gefallen und überfluten Sie ihn nicht mit Kommandos, denn das ist der größte „Fehler“ in der Hundeerziehung! Es wird zu viel geredet.

Versuchen Sie von Anfang an Ihre Kommandos mit Zeichen zu unterstreichen.

Zum Beispiel das Kommando „SITZ“ mit erhobenem Zeigefinger oder das Kommando „KOMM“ mit einer Handbewegung nach oben. Das erleichtert die Zusammenarbeit sehr, denn Hunde verstehen bekanntlich leichter, wenn sie zum gesprochenen auch ein visuelles Zeichen bekommen.

Wenn der Liebling also wieder einmal wie ein Verrückter vorne weg will, weil er es einfach nicht erwarten kann, dann versuchen Sie stehen zu bleiben. Lassen Sie ihn SITZ oder PLATZ machen, damit er sich beruhigen kann. Denn ein aufgeregter Hund hat die Ohren auf Durchzug.

Erst wenn er sich beruhigt hat und Sie seine volle Aufmerksamkeit genießen, geht es weiter. Möglicherweise werden Sie dieses Szenario öfter auf Ihren Spaziergängen wiederholen müssen, aber bleiben Sie am Ball und zeigen Sie dem Hund wer bestimmt, wann es weitergeht und wohin.

Positiver Nebeneffekt: Der kleine Rebell merkt, dass er durch sein Fehlverhalten sein Ziel (z.B. die hübsche Pudeldame von nebenan) nicht schneller, sondern im Gegenteil, langsamer erreicht.

Eine andere sehr wirkungsvolle Variante ist eine Übung, die vor allem vom richtigen Timing abhängt: Strafft sich die Leine, wechseln Sie schnurstracks die Richtung, ohne Ihren Hund vorzuwarnen. Sinn und Zweck dabei ist, Ihren Hund damit zu überraschen, dass Sie völlig unvorhersehbar reagieren. Außerdem ist es unangenehm für ihn, so sang- und klanglos durch die Gegend geschleift zu werden. Wechseln Sie die Richtung gleich wieder. Und noch mal. Gehen Sie Kringel, Achten, um Bäume und Laternenpfähle. Machen Sie einen schnellen Schritt nach rechts, einen nach links, treten Sie unvorhergesehen vor ihn. Er soll merken, dass es ziemlich unbequem und unangenehm ist, wenn er nicht auf Sie achtet. Gehen Sie wieder geradeaus. Sobald sich die Leine wieder strafft, wiederholen Sie diese Übung. Sobald er nach der Übung neben Ihnen geht, müssen Sie ihn sofort loben. Es mag ein bisschen dauern, aber normalerweise gibt jeder Hund nach etwa 15 Minuten auf zu ziehen (wenigstens für kurze Zeit). Machen Sie diese Übung jedes Mal, wenn Ihr Hund versucht, sein Tempo zu steigern. Ja, Ihre Nachbarn werden komisch gucken und Sie werden vielleicht manchmal nicht sehr weit kommen bei dem ständigen Richtungswechsel, aber Ihr Hund wird nach wenigen Tagen verstehen, dass der Spaziergang angenehmer ist, wenn er auf Sie achtet.

Romy
Hundeerziehung und Katzenernährung

Mein Hund kann nicht alleine bleiben. Was tun?

Bei einem jungen Hund ist das sehr einfach. Doch auch ein älteres Tier, das bisher immer Familienanschluss hatte, lernt die herrenlose Zeit zu überbrücken, wenn Sie ein bisschen Geduld mit ihm haben. Das Paradies auf Erden, mit ständiger Anwesenheit seiner Menschen, kann heute kaum noch ein Hund genießen. Deshalb muss er so früh wie möglich lernen, dass das Alleine bleiben für einige Stunden zum ganz normalen Alltag gehört.

Am einfachsten ist das bei einem Welpen, der frisch in seine Familie kommt. Seine innere Uhr stellt sich auf den menschlichen Lebensrhythmus ein. Das können Sie ausnutzen. Spielen Sie ausgiebig mit ihm, wenn er dann erschöpft und schläfrig in seinem Körbchen am Kauknochen knabbert, gehen Sie ohne ein Wort aus dem Zimmer und schließen die Tür. Nach ein paar Minuten, in denen der Kleine scheinbar gar nicht begriffen hat, dass er alleine war, kommen Sie wieder und legen ihm einen Leckerbissen hin.

Verknüpfen Sie das Alleinsein mit positiven Erwartungen.

Beim nächsten Mal verlängern Sie die Zeit Ihrer Abwesenheit und verbinden Ihre Rückkehr mit einer lustigen Spielstunde. Dehnen Sie Ihre Ausgehzeiten immer weiter aus und kommen Sie nie ohne „freudige Nachrichten“ zurück. Langsam aber sicher verknüpft der Junghund dann Ihr Weggehen mit guten Erwartungen. Wenn Sie vor Ihrem Abgang immer dafür sorgen, dass er sich ausreichend bewegt hat, ihn ins Körbchen schicken und ihm einen Kauknochen oder ein Spielzeug als Zeitvertreib anbieten, bezieht er auch diese beiden Gegenstände in den Zyklus mit ein.

Konsequenz – auch bei „Jammerlappen“!

Nicht immer klappt das gleich von Anfang an. Sollte der Welpe beim ersten Mal jämmerlich schreien, weil er sich trotz aller Manöver verlassen fühlt, müssen Sie hart bleiben. Lassen Sie ihn jaulen, auch wenn es Ihnen das Herz bricht. Machen Sie sich klar, dass er andernfalls Ihre Rückkehr in direkten Zusammenhang mit seiner Heulerei bringt. Die Folge: Er wird immer lauter und länger winseln, um Sie damit schneller und sicherer zurückzuholen. Warten Sie deshalb ab, bis er endlich Ruhe gibt und kommen Sie dann zurück, natürlich mit Ihrer Hunde-Überraschung. Sind Sie in den ersten Wochen konsequent, dann haben Sie lebenslang einen Hund, der sich die Wartezeit mit Träumereien vertreibt, statt seinen Frust an Ihren Möbeln oder Nachbarn auszulassen.

Bei erwachsenen Hunden fruchten solche einfachen Tricks nicht so schnell, wie bei den kleinen. Dennoch gehen Sie auch hier genauso vor wie bei einem Welpen. Was Sie benötigen ist ein wenig mehr Geduld. Bevor Sie sich einen erwachsenen Hund anschaffen, sollten Sie sich dennoch vorher informieren, ob der Hund überhaupt alleine sein kann. Vor allem Tierheimhunde leiden häufig unter Trennungsangst. In so einem Fall, kommen Sie nicht drum herum sich fachliche Hilfe zu holen.

Romy
Hundeerziehung und Katzenernährung

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