Zoo & Co. Schneider

Die Ankunft zu Hause

Wer ist letztlich aufgeregter? Die Familie, die sich seit Langem auf den Einzug des neuen Hausgenossen freut, oder der Hund, der in eine völlig neue Umgebung versetzt wird? Andere Stimmen, neue Gerüche – eine völlig neue Welt stürmt auf den Neuankömmling ein. Haben Sie sich für einen Welpen entschieden, wird dieser plötzlich nicht nur von der Mutter, sondern auch noch von seinen Geschwistern und seiner gesamten, gewohnten Umgebung getrennt.

Ihr Hund wird einige Zeit benötigen, um sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Sie können ihn dabei aktiv unterstützen, indem Sie einige einfache Regeln beachten.

Was sollten Sie vorbereiten?

Was gibt es beim Liegeplatz alles zu beachten?

Wo soll der Hund seinen Schlafplatz haben? Suchen Sie einen Platz aus, von dem aus Ihr Hund das Familienleben beobachten kann. Der Liegeplatz sollte zugfrei sein und so gelegen, dass der Vierbeiner nicht im Weg liegt. Der Liegeplatz sollte ein Rückzugsort für den Hund sein, an dem er nicht gestört werden darf. Dorthin kommt, je nach Geldbeutel, eine Hundedecke, ein Korb, eine Kunststoffschale, ein Hundekissen oder auch eine Kombination dieser Dinge. Eine weiche Polsterung schützt vor allem schwere Hunde großer Rassen vor sogenannten Liegeschwielen.

Alles sollte robust und gut zu reinigen bzw. zu waschen sein. Vergessen Sie bitte auch nicht, dass vor allem Welpen zwar kleine, aber dennoch äußerst wirksame Zähne haben. Damit beißen sie schneller, als Sie gucken können, ein Loch in das neue Hundekissen, und unzählige Kunststoffkügelchen verteilen sich überall. Auch ein geflochtener Korb kann schnell zerbissen werden. Die kleinen Holzstückchen können dabei das empfindliche Zahnfleisch oder den Gaumen des Welpen verletzen. Für den Anfang also lieber etwas einfacher, dafür aber „bissfest“!

Was für Näpfe braucht der Hund?

Sie brauchen für Ihren Welpen zwei Näpfe, einen für das Wasser, einen für seine Nahrung. Besonders der Wassernapf sollte fest stehen. Für Hunde mit langen Hängeohren gibt es Näpfe, die sich nach oben hin verengen, damit die empfindlichen Ohren nicht beschmutzt werden. Als Material haben sich Edelstahl oder schwere, bruchsichere Glasnäpfe bewährt. Der Napf sollte einfach zu reinigen sein.

Was Sie bei der Wahl der Transportbox beachten sollten?

Für die Autofahrt finden Sie im bei uns zweckmäßige Hundeboxen. Wählen Sie sie so, dass auch der ausgewachsene Hund sich bequem darin drehen und darin liegen und stehen kann. Die Box sollte möglichst nicht zu schwer sein, damit man sie allein aus dem Auto heraus- und wieder hineinheben kann. Hundeboxen können auch gute Dienste beim Sauberkeitstraining leisten und einen sicheren Rückzugsort in einer neuen Umgebung (Wohnung, Auto) darstellen.

Braucht der Hund Spielsachen?

Nicht nur junge Hunde spielen gern. Dabei geht es nicht nur um körperliche Bewegung und Unterhaltung, sondern auch um den Kontakt mit Menschen und anderen Hunden. Im Laufe der Entwicklung kann es sein, dass das Spiel des Hundes ruhiger wird, ganz einstellen sollten Sie es aber nie, da es für die Mensch-Hund-Beziehung eine wichtige Rolle spielt. Die Vorlieben von Hunden können dabei ganz unterschiedlich sein. Bälle mit oder ohne Schnur zum Werfen, Quietschfiguren, geknotete Seile oder Gummiknochen zum Kauen – die Auswahl ist riesig. Ein Fütterungsball bietet gleich mehrere Vorzüge: Ihr Hund wird gefordert, lernt langsam zu fressen und ist eine Weile beschäftigt. Nach dem Füttern sollten Sie den Ball bis zur nächsten Mahlzeit wieder weglegen. Wichtig ist dabei, dass der Hund klar zwischen seinen Spielsachen und anderen Gegenständen unterscheiden lernt. Sie sollten daher beim gemeinsamen Spiel ausschließlich Dinge verwenden, die nur zu diesem Zweck angeschafft wurden. Wie sonst soll ein Hund lernen, wann er z. B. mit einem Handtuch spielen darf, und wann ein solches Verhalten nicht erwünscht ist?

Ihr Hund sollte von Anfang an lernen, dass Ihre Hände kein Spielzeug sind. Daher sollten Sie kleine Knabbereien an Ihren Händen von Anfang an unterbinden, auch wenn sie anfangs nicht wehtun.

Warum darf ein Halsband oder Geschirr und eine Leine nicht fehlen?

Wenn Sie sich für einen Welpen entschieden haben, werden Sie in den ersten Tagen keine weiten Spaziergänge machen. Dennoch sollten Sie bereits ein Halsband oder ein Geschirr und eine Leine im Haus haben, sodass Ihr Welpe sich schon früh daran gewöhnen kann. Bei Welpen empfiehlt es sich, ein Halsband
zu kaufen, das sowohl einen sicheren Sitz hat, als auch in der Weite verstellbar ist, sodass es auch dem ausgewachsenen Hund noch passt. Die Leine sollte für den großen Hund kurz, für den kleinen Hund etwas länger sein. In jedem Fall empfiehlt sich ein leichtes, nicht zu breites, waschbares Material. Weitere wichtige Informationen zur Gewöhnung an Halsband und Leine finden Sie unter Hundeerziehung.

Romy

Hundeerziehung und Katzenernährung

Was Sie beim Abholen beachten sollten?

Ausgerüstet mit einer weich ausgepolsterten Box, einem Napf und einer Flasche Wasser und saugfähigem Papier für mögliche „Notfälle“ fahren Sie, am besten früh morgens, Ihren Hund abholen. Idealerweise sind Sie dabei mindestens zu zweit, sodass sich auf der Fahrt eine Person um den Hund kümmern kann, während die andere fährt.

Beim Abholen im bisherigen Zuhause Ihres Hundes nehmen Sie sich Zeit. Versuchen Sie trotz aller Aufregung gut zuzuhören, was man Ihnen alles an Informationen über Ihren Hund, sein Verhalten, seine Besonderheiten, Fütterung, Impfungen und die letzte Entwurmung mitteilt. Man wird Ihnen das
Futter für die ersten Tage mitgeben, damit zum Wechsel der Umgebung nicht noch der Stress einer Fütterungsumstellung hinzukommt.

Damit Ihr Hund die erste gemeinsame Autofahrt nicht mit einem Abschied verbindet, machen Sie viele kleine Pausen auf dieser Fahrt. Steigen Sie kurz aus, spielen Sie mit Ihrem Hund, lassen Sie ihn ein bisschen herumlaufen, schnüffeln und bieten ihm Wasser an. Nach dieser kleinen Ablenkung kann die Fahrt dann weitergehen.

Dinge, die es zu beachten gilt:

Bei allem Staunen über die Fortschritte, die Ihr Welpe seit Ihrem letzten Besuch gemacht hat, sollten Sie nicht vergessen, ihn noch einmal genau und kritisch anzuschauen.
  • Sind die Augen klar und frei von Ausfluss, die Ohren sauber?
  • Ist der Hund am After nicht verschmutzt?
  • Teilen Sie das Fell, damit Sie bis auf die Haut schauen können: Ist sie rosig und geschmeidig, frei von Einstichstellen? Auch Welpen können schon Flohbefall haben!
  • Streichen Sie mit der flachen Hand über den Bauch, damit Sie fühlen, ob ein Nabelbruch vorliegt.
  • Wenn Sie einen kleinen Rüden abholen, kontrollieren Sie, ob beide Hoden „abgestiegen“ sind.

Die Ankunft des jungen Hundes ist ein Grund zur Freude, aber sie ist kein Grund, eine Party zu feiern! Freunde, Verwandte und Nachbarn können den
neuen Mitbewohner gerne nach ein paar Tagen begrüßen. Zunächst sollte Ihr Welpe aber ausreichend Zeit erhalten, Sie, Ihre Familie und die neue Umgebung kennenzulernen.

Zeit sollten auch Sie haben und deshalb den Welpen zu Beginn eines verlängerten Wochenendes abholen. Besser noch, Sie nehmen sich ein paar Tage Urlaub. In den nächsten Abschnitten werden Sie sehen, dass Ihre volle Aufmerksamkeit vonnöten ist.

Romy
Hundeerziehung und Katzenernährung

Das neue Heim und was passiert jetzt?

Die Ankunft im neuen Zuhause ist für alle Beteiligten eine aufregende Sache. In den ersten Tagen zeigt der Hund oft noch nicht sein normales Verhalten. Noch ist er sozial unsicher und hat seinen festen Platz im neuen „Rudel“ nicht gefunden. Ein geregelter Tagesablauf ist für eine schnelle Eingewöhnung besonders wichtig. Geben Sie Ihrem Hund Zeit, seine neue Umgebung langsam und Schritt für Schritt zu erkunden.

Wie Sie Ihre Kinder auf die Begegnung mit dem Hund vorbereiten können?

Für das erste Zusammentreffen mit einem Welpen bietet es sich an, dass die Kinder auf dem Boden sitzen und den Hund auf sich zukommen lassen. Kinder neigen oft dazu, mit dem Neuankömmling allzu sehr schmusen zu wollen. Sie sind sehr aufgeregt, wollen das Tier anfassen oder auf den Arm nehmen. Erklären Sie Ihren Kindern, dass ein Hund kein Spielzeug ist und am Anfang noch viel Ruhe braucht. Es ist zu empfehlen, dass Ihre Kinder nur mit dem Hund spielen dürfen, wenn Sie dabei sind. Missverständnisse zwischen Kindern und Hunden sind häufig und können böse enden. Bringen Sie Ihren Kindern bei, dass der Hund nicht gestört werden darf, wenn er schläft oder frisst. Auch bei allzu wilden Spielen mit dem Hund sollten Sie regulierend eingreifen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Hund und Kinder nicht alleine zu lassen, sondern immer „im Auge“ zu behalten.

Achten Sie darauf, dass die Fress- und Trinkplätze voneinander getrennt sind und der Hund keinen Zugang zum Katzenklo hat.

Wird der Hund in den ersten Nächten viel wimmeren?

Die ersten Nächte müssen nicht vom Weinen und Wimmern des Neuankömmlings geprägt sein. Ein Welpe konnte sich bisher nachts an die Geschwister
kuscheln, nun soll er auf einmal alleine schlafen. Jeder Hund, ob Welpe oder erwachsen, sollte lernen, allein zu bleiben, nachts oder auch tagsüber. Aber Ihr Hund muss das Vertrauen haben, dass Sie immer wieder zurückkommen. Die ersten Nächte sind denkbar ungeeignet, um das zu üben. Lassen Sie Ihren Hund auf seiner Decke, einfacher noch in der Box oder in seiner Kiste neben Ihrem Bett schlafen. Sie erleichtern es ihm, indem Sie den Schlafplatz mit einer Decke ausstatten, an der ein gewohnter Geruch (z. B. der der Mutter oder der Geschwister) haftet. Klettertouren ins Bett unterbinden Sie konsequent, indem Sie ihn immer wieder zurückschieben und nur unten in der Box streicheln. Nach einigen Tagen steht die Box dann nicht mehr neben Ihrem Bett, sondern ein paar Meter entfernt. Schneller als Sie denken, haben Sie so nach und nach den Hund an seinen endgültigen Schlafplatz gewöhnt.

Wie können sie ihren Welpen Sauberkeit antrainieren?

Lassen Sie Ihren jungen Hund nach der Autofahrt zunächst an dem Platz schnüffeln, an dem er sich in der nächsten Zeit lösen soll. Im Idealfall hatte Ihr Welpe beim Züchter oder im Tierheim Gelegenheit, sein „kleines und großes Geschäft“ auf natürlichem Boden, Rasen, Erde oder Sand zu verrichten. Fragen Sie vor dem Abholen danach und bringen Sie Ihren Kleinen entsprechend auf den Rasen oder in ein Beet. Ein Welpe wird den Boden suchen, den er bisher gewohnt war. Zu genau dieser Stelle führen Sie Ihren Hund auch nach jeder Mahlzeit und nach jedem Schlaf. Dazwischen heißt es aufpassen und genau beobachten, ob der Kleine unruhig wird.

Ein zweiter Grundsatz wird Ihnen das Sauberkeitstraining erleichtern: Hunde beschmutzen nur im Ausnahmefall ihr eigenes Lager. Ziel ist es, dass Ihr Welpe Ihre gesamte Wohnung, das Haus und später den Garten und alle Innenräume als sein Lager erkennt. Lassen Sie Ihren Neuzuwachs deshalb zunächst nur in einen Raum, vielleicht in Ihre Küche, und erweitern Sie allmählich sein Territorium. Ein unbeobachteter Welpe, der sich ins Wohnzimmer verzieht und sein Häufchen auf den besten Teppich setzt, handelt aus seiner Sicht genau richtig.

Nun kann aber kaum jemand ständig einen so kleinen Racker im Auge behalten. Für diese Situationen und für die Nacht können Sie Ihre Transportbox ins Haus holen. Füttern Sie Ihren Hund regelmäßig in der Box, damit in keinem Fall bei Ihrem Hund das Gefühl der Strafe aufkommt. Sie werden sehen, in so einer „Höhle“ fühlen sich alle Hunde „pudelwohl“. Wird der Hund nun in dieser Box unruhig, bringen Sie ihn direkt zum bekannten Löseplatz. Loben Sie Ihren Hund anfangs, wenn er sich am richtigen Ort löst. Diese Zuwendung dient als positive Verstärkung und sorgt dafür, dass Ihr Hund schneller lernt. In der Regel ist bei Beachtung dieser Grundsätze das Thema in wenigen Tagen erledigt.

Und wenn nun doch ein „Malheur“ passiert und der Teppich mit einer kleinen „Tretmine“ oder einer „Pfütze“ verziert ist? Da kommt es ganz auf den Zeitpunkt an. Erwischen Sie den Übeltäter noch „bei der Tat“, dürfen Sie Ihrem Ärger freien Lauf lassen und unter Schimpfen mit ihm nach draußen gehen. Finden Sie nur das Ergebnis vor, heißt es, Unmut herunterschlucken und stillschweigend sauber machen. Ganz so, als wäre nichts passiert. Aber wirklich stillschweigen und gar nicht mit dem Hund sprechen, sonst könnte er es als Zuwendung verstehen. Beim nächsten Mal heißt es dann besser aufpassen und lieber einmal zu oft nach draußen gehen.

Jacqueline

Expertin für Hunde- und Katzenernährung unter Berücksichtigung des Stoffwechsels

Quellenangabe

ROYAL CANIN Tiernahrung GmbH & Co. KG
„Ein Hund kommt ins Haus“

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